corona-krise

Krone und Virus

Corona in Polen. Vernachlässigung durch die Regierenden und Globalisierung der Angst

| Z. (Übersetzung: Monika Kupczyk)

Foto:Official U.S. Navy Page via flickr.com (CC BY 2.0)

Folgender Artikel zeigt aus der Sicht eines Mitarbeiters in einem polnischen Krankenhaus Mechanismen der Manipulation und Ablenkung von eigenen Unzulänglichkeiten des Regierungs- und Verwaltungsapparates in Polen im Umgang mit der Coronakrise auf – Mechanismen, die in großen Teilen ebenfalls auf die BRD zutreffen. (GWR-Red.)

Wir erleben eine Ausnahmesituation. Praktisch der gesamte Globus ist von der durch das neue SARS-CoV-2-Coronavirus verursachten COVID-19-Epidemie betroffen. Während die Menschheit in ihrer Geschichte sowohl mit Epidemien (in früheren Jahrhunderten Pest, Cholera, in der Neuzeit Influenza, z. B. spanische oder Vogel- und Schweinegrippe) als auch dem Coronavirus selbst (ursprünglich verursacht dieses Virus beispielsweise akute Gastroenteritis bei Kindern) zu tun hatte, enthalten sowohl diese Epidemien und ihre soziale Resonanz, als auch der Coronavirus Covid-19 und die von ihm verursachte Krankheit eine neue Qualität. Was das Virus betrifft, beruht seine „Neuheit” auf der Tatsache, dass strukturelle Veränderungen aufgrund genetischer Mutationen auftreten. Dadurch erwarb das Virus Eigenschaften, die das Immunsystem der Menschen zu heftigen Abwehrreaktionen anregen, die die Schwere der Krankheit selbst ausmachen. Die COVID-19-Epidemie enthüllt mindestens zwei grundlegende Probleme von globaler Dimension und Reichweite. Das erste von ihnen ist ein soziales und mediales Phänomen, das mit starken kollektiven Emotionen und beispielloser Massenreaktion auf Informationen über die Bedrohung für die Bevölkerung verbunden ist. Das zweite Problem ist das Versagen und die Ineffizienz zentraler und lokaler Verwaltungssysteme so-
wohl jetzt als auch im Laufe der vergangenen Jahre bei der Sicherung und Reaktion auf die sich ausbreitende Bedrohung.

Die Fakten, die ich präsentieren werde, sind Beobachtungen, die „von innen“ im Kampf
gegen die COVID-19-Epidemie gemacht wurden – aus der Sicht eines Mitarbeiters des Gesundheitssystems. Insbesondere be-ziehen sie sich auf eines der Krankenhäuser, in denen Menschen mit Symptomen des neuen Coronavirus durch einen geeigneten Test bestätigt wurden. Dieses Krankenhaus befindet sich in Polen in einer Stadt, in der einer der sogenannten „Null-Patienten” auftrat, d.h. der einen Krankheitserreger in ein noch nicht von der Epidemie betroffenes Gebiet brachte (in diesem Fall eine Woiwodschaft in Ost-Polen). Derzeit gibt es (mehrere) Patienten mit Anzeichen einer Infektion im Krankenhaus, von denen einer bestätigt wurde – in einem schweren Zustand auf der Intensivstation.

 

Fiktion und Realität

 Die Informationen der Mainstream-Medien über die Vorbereitung des Gesundheitssystems und des gesamten Landes zur Bekämpfung der Epidemie sind stark übertrieben, unvollständig und viele wichtige Fakten werden verschwiegen. Es ist nicht wahr, dass die Ressourcen und medizinischen Geräte in angemessenen Mengen vorhanden sind. Es ist nicht wahr, dass das Gesundheitspersonal geschult und
auf Interventionen vorbereitet ist. Darüber hinaus gibt es keine vorbereiteten Verfahren für die aktuelle Situation, zumindest nicht soweit dies notwendig wäre. Generell herrscht Personalmangel – vor allem aufgrund organisatorischer Nachlässigkeit
sowohl jetzt als auch über Jahrzehnte hinweg.

Vor einigen Wochen, als sich die Epidemie in Europa im Anfangsstadium befand, wurden auf der Ebene der Woiwodschaft [Verwaltungseinheit– M.K.] epidemiologische Treffen organisiert, bei denen Vertreter*innen des Woiwodes die vollständige Vorbereitung der Ausrüstung im Falle einer Epidemie versicherten. Es sollte eine ausreichende Menge an persönlicher Schutzausrüstung vorhanden sein,
einschließlich Schutzanzügen
und Desinfektionsmitteln sowie
speziell ausgewiesene Sanitäts-transportmittel zur Verfügung stehen (einschließlich eines Hubschraubers), um Patienten zwischen Krankenhäusern zu transferieren, an einem Ort zu sammeln oder um Wege zu verkürzen. Für das Auftreten von Personen mit Anzeichen einer Infektion und bestätigte Infizierte sollten strenge Verfahren vorbereitet werden.

Die Situation sieht so aus, dass nicht genügend geeignete Schutzkleidung zur Verfügung steht. Die dem Krankenhaus zur Verfügung stehenden Exemplare kamen spät hier an. Vor ihrer Ankunft hatten einige Arbeiter*innen – darunter Anästhesist*innen und Notfallpersonal – Kontakt mit den Infizierten, weshalb sie derzeit 14 Tage in Quarantäne sind. Anfänglich hatten Arbeiter*innen mehrerer Stationen ohne entsprechende Schutzmaßnahmen engen Kontakt zu Infizierten. Nachfolgende Patient*innen, die
vom demselben Personal behandelt wurden, wurden dadurch dem Infektionsrisiko ausgesetzt. Aufgrund der Einbeziehung von Ärzt*innen in die Quarantäne arbeitet derzeit nur ein Anästhesist im Krankenhaus, der bei einem infizierten, bewusstlosen Patienten an einem Beatmungsgerät einen kontinuierlichen (!)
Dienst auf der Intensivstation ausführt. Aufgrund u.a. des Mangels an Anästhesist*innen wurden die Operationen und Aufnahmen von Patient*innen in den  chirurgischen, trauma-orthopädischen, gynäkologischen,
gastroenterologischen und Entbindungsstationen ausgesetzt. Es
gibt auch keine Geburten.

 

Keine Geburten und Ops

 Menschen, deren Zustand Operationen erfordert (z.B. aufgrund von Verkehrsunfällen) oder Frauen, die kurz vor der Geburt stehen, müssen sich in andere – oft weit entfernte – Krankenhäuser einweisen lassen, die mit ihren eigenen organisatorischen Problemen zu kämpfen haben. Neben dem Personal mangelt es an medizinischer Ausrüstung. Die wenigen Beatmungsgeräte sind alle belegt. Der medizinische Direktor sagte inoffiziell, wenn ein weiteres Beatmungsgerät in einer der Krankenhausabteilungen benötigt würde, „es keins mehr gibt, also wird es ein Problem geben”. Es wurde auch eine inoffizielle Empfehlung ausgesprochen, Desinfektionsmittel sparsam zu verwenden, da der Vorrat endet. Schutzmasken fehlen ebenfalls. Vor einigen Wochen ging im Krankenhaus die Information ein, dass der Lieferant von persönlicher Schutzausrüstung innerhalb von zwei Tagen nach Ausbruch der Epidemie in Europa Liefervereinbarungen mit dieser und anderen Einrichtungen gebrochen hat. Es wurde inoffiziell festgestellt, dass dies auf die Herkunft einiger Materialien aus China zurückzuführen ist. Als sich herausstellte, dass das Krankenhaus einen infektiösen Ausbruch hatte, wurde eine Nachfrage nach einer bestimmten Anzahl von Kits für Infektionstests gemeldet. Die Kits kamen zu spät und in unzureichender Menge. Der Grund – der allgemeine Mangel an Kits zum Testen. Als die Tests eintraffen, war es nicht klar, wer sie sammelt und wie sie gesammelt werden sollten (kein vorbereitetes Verfahren) – dies führte zu einer Reihe von Missverständnissen zwischen Laborarbeiter*innen und dem Pflegepersonal auf der Intensivstation. Darüber hinaus wurde das Personal nicht in der Verwendung von Schutzanzügen während und nach dem Sammeln von Material für Tests geschult (das sichere Ausziehen oder die weitere Sicherung der Kleidung). Da es an Tests mangelte, wurde die Untersuchung einiger Arbeiter*innen, die mit infizierten Personen in Kontakt standen, abgelehnt. Stattdessen soll auf das mögliche Auftreten von Symptomen gewartet werden.

Alle dringenden Entscheidungen werden schnell getroffen, dadurch sind manche Konsequenzen unvorhersehbar und verstärken manchmal die organisatorische Verwirrung. Anfangs waren Besuche in der gesamten Einrichtung verboten, dann die sogenannten geplanten Aufnahmen. Gegenwärtig nehmen mehrere Stationen überhaupt keine kranken Menschen auf, andere tun dies nur in Notfallsituationen. Es gibt auch eine andere Tendenz zu beobachten: Menschen meiden nun Krankenhäuser sowie Gesundheitseinrichtungen im Allgemeinen und gehen nicht – trotz Empfehlungen und Überweisungen – zur Behandlung anderer Krankheiten und Zustände, die eine Intervention erfordern. Es wird versucht abzuwarten und zu Hause krank zu bleiben um einen Aufenthalt im Krankenhaus zu vermeiden, in dem SARS-CoV-2 bereits diagnostiziert wurde oder es vermutet wird. Persönlich denke ich, dass dies in ein paar Tagen/Wochen schwere Konsequenzen haben kann. Einige bedrohliche Folgen dieses Abwartens sind bereits zu sehen. Viele Menschen werden vor dem Ende des vollständigen diagnostischen und therapeutischen Prozesses auf eigene Verantwortung aus dem Krankenhaus entlassen.

Neben der Krankenhausbehandlung auf den Stationen gibt es die ambulante Fachversorgung und medizinische Grundversorgung. Auch hier sind organisatorische Versehen offensichtlich und ihre Auswirkungen schwer vorhersehbar. Fachkliniken stornieren Patientenbesuche oder versuchen, telefonische Beratung zu leisten. Während die Konsequenzen hier möglicherweise nicht dramatisch sind, ist die Situation bei ambulanten Kliniken der primären Gesundheitsversorgung (familienmedizinische Kliniken oder der ärztliche Bereitschaftsdienst und die Krankenpflege) ganz anders. Einige dieser Kliniken wurden geschlossen. Eine aufgrund der Quarantäne des gesamten Personals (Menschen mit SARS-CoV-2-Symptomen traten ursprünglich in einigen solchen Einrichtungen auf), andere aufgrund der sich ausbreitenden Bedrohung in der Bevölkerung. Auch viele sogenannte Privatpraxen setzten ihre Aktivitäten aus… Jetzt im März, mit Winterende und Frühlingsanfang, treten jedes Jahr Infektionskrankheiten mit besonderer Schwere auf. Die grundlegende Frage ist also: Was sollen Menschen mit (anderen) Gesundheitsproblemen
tun? Wohin sollen sie gehen und
wen können sie um Hilfe bitten? Dieses Problem bleibt
– noch – ungelöst. Obwohl die Auswirkungen dieses Zustands noch nicht massiv spürbar sind, können sich Grippe, Komplikationen durch Windpocken und Kattharen des Verdauungstraktes oder bakterielle Lungenentzündungen – wenn sich die Situation in den kommenden Wochen nicht ändert – als noch größeres Problem als die Coronavirus-Infektion herausstellen.

 

Quadratur des Kreises

 Menschen wird empfohlen oder sogar befohlen, zu Hause zu bleiben. Die Aktivitäten in Schulen, Kindergärten, Kinderkrippen, Universitäten, Gastronomie, Dienstleistungsbetrieben, Kulturinstitutionen, Sportzentren,  usw. wurden ausgesetzt. Die Stu-dent*innen werden angewiesen, die Studentenhäuser zu verlassen und umzuziehen, falls Quarantäneräume organisiert werden müssen. In einer Zeit, in der die Situation theoretisch die Einstellung der Arbeit und Aktivität durch viele Berufsgruppen erfordert, stehen die Arbeiter*innen vor einer zusätzlichen Schwierigkeit – einer Falle, die durch das Rechtssystem, in dem sie leben, gestellt wird. Nicht jede*r hat die gleichen Möglichkeiten, sich sicher von seinem oder ihrem Arbeitsplatz zu entfernen. Um das Problem zu veranschaulichen, werde ich ein Beispiel von vor zwei Tagen geben: In einem öffentlich finanzierten Rehabilitationszen-tren, in dem Menschen mit chronischen Gesundheitsproblemen, hauptsächlich in Bezug auf körperliche Bewegungsfunktionen jeden Tag eintreffen, ist ein bedeutender Teil des Personals mit Frauen im Alter von 20-40 Jahre besetzt. Einige von ihnen arbeiten auf der Grundlage von befristeten Verträgen. Viele der Arbeiterinnen brauchen jetzt arbeitsfreie Tage, weil sie sich um Kinder kümmern müssen, die wegen Epidemien nicht zu geschlossenen Kindergärten oder Kinderkrippen gehen können. Während Personen, die unbefristete Verträge haben, Urlaub nehmen, sich krankschreiben lassen oder andere Arten von sozialen Möglichkeiten nutzen, bekam eine der Arbeiterinnen mit einem befristeten Vertrag zu hören: „Sie erhalten keinen Urlaub, und wenn Sie sich krank schreiben lassen, überlegen Sie, ob Sie etwas haben, zu dem Sie zurückkehren können…” Derzeit gibt es viele Menschen, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert werden, da sie auf Basis sog. „Müll-Verträge“ [ohne Sozialversicherung – M.K.] arbeiten. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass solche Rehabilitationszentren theoretisch auch den Betrieb während einer Epidemie einstellen könnten, zumal viele, hauptsächlich ältere Menschen, die dort hinkommen, eine potenzielle epidemische Bedrohung darstellen. Warum sind sie immer noch offen? Es scheint ein weiteres organisatorisches Versehen zu sein…

 

Macht und Medien

 Gleichzeitig arbeiten die Mittel zum Erzeugen kollektiver Illusionen, d.h. die Mainstream-Medien auf Hochtouren. Tatsächlich sind sie derzeit die beste Waffe der Regierenden. Durch die Massenmedien überzeugt die Regierung einerseits davon, wie intensiv sie zum Wohl der Menschen wirkt. Andererseits sät sie Terror und sogar Panik, was ein idealer Grund für die Einführung radikaler Lösungen, drastischer Einschränkungen und absoluter Kontrollmaßnahmen in Form weiterer Sondergesetzte, Ausnahmezustände und Erweiterung der Befügnisse der sog. (Sicherheits-)Dienste usw. ist. Bevor die Medien anfingen, zu Ruhe und Umsicht aufzurufen, gelang es ihnen, eine Spirale universeller Angst aufzubauen, die im Massenunterbewusstsein verankert wurde und derzeit eine Quelle des Gefühls der Einkreisung und des sozialen Zerfalls darstellt. Dieses Schema ist seit Jahren bekannt: Eingeschüchterte Menschen, die von der Bedrohung und ihrer eigenen individuellen Ohnmacht, Hilflosigkeit und sogar Verantwortungslosigkeit überzeugt sind, und sich gleichzeitig misstrauen und gegenseitig die Schuld geben, sind anfälliger für Top-Down-Einflüsse – Vorurteile nehmen zu und die Aggression wächst. Auf diese Weise wird das Gefühl der Solidarität und der Einheit angesichts einer gemeinsamen Bedrohung gebrochen. Die Medien erreichen ihr Ziel – die erzeugten Emotionen erhöhen ihre Zuschauerzahl und Leserschaft. Gleichzeitig werfen sie politische Propaganda in die erhitzten Köpfe zugunsten ihrer politischen Auftraggeber. Zum Beispiel hat TVP [öffentlicher Sender – M.K.] vor einigen Tagen statistische Informationen darüber veröffentlicht, wie viele Befragten die Maßnahmen der Regierung während der Epidemie für angemessen hielten… und natürlich war die überwiegende Mehrheit dafür. Es wurde auch das unverantwortliche Verhalten eines Vertreters der Oppositionspartei dargestellt, der
zum Zeitpunkt der epidemischen Bedrohung andere Politiker dem Krankheitsrisiko ausgesetzt ha-be. Natürlich lag der Schwerpunkt dieser Informationen auf einer bestimmten Person und ihrem oppositionellem Hintergrund, nicht auf dem Wesen der epidemischen Bedrohung.

Die Massenmedien schmuggeln in die gesamte Informationsmasse auch Versuche, die Schuld an der Entwicklung der Epidemie auf die Menschen selbst zu übertragen. Es werden Beispiele für das angeblich unverantwortliche Verhalten von Einzelpersonen und Gruppen angeführt, bei denen Obdachlose, Migrant*innen, illegale Marktplatzhändler, Reisende usw.
beschuldigt werden. Gleichzeitig erwähnt niemand, dass die Schuld, die Epidemie nicht zu stoppen und zu verbreiten, in erster Linie bei den Regierenden liegt. Obwohl es bisher weder Medikamente noch Impfstoffe gegen Coronaviren gibt, haben die Staaten selbst auf Intensivstationen keine ausreichende, persönliche Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel, spezielle medizinische Ausrüstung, Krankenhausplätze für infektiöse Patient*innen usw. organisiert und gesichert. Seit Jahrzehnten werden die Gesundheitssysteme, einschließlich des Polnischen, mit Einsparungen überzogen. Die Ausgaben für medizinische Geräte wurden gesenkt, die Anzahl der Beschäftigten wurde gesenkt, die Löhne wurden nicht erhöht, die Anzahl an fachspezifischen Stellen nicht ausgebaut usw. Epidemiologen haben wiederholt an die Behörden appelliert, für den Fall einer Epidemie vorzusorgen. Die Antwort war meist: „Vielleicht für das Budget im nächsten Jahr, weil wir jetzt andere notwendige Ausgaben haben…“

 

Offenes Ende

 Die Epidemie zieht weiter ihre Kreise und verspricht nicht so bald zu enden. Wie ihr sehen könnt, gibt es nicht genug Kraft und Ressourcen, um das sich ausbreitende COVID-19 zu bekämpfen. Darüber hinaus ist die Verteilung der verfügbaren Ressourcen erheblich beeinträchtigt und im ganzen Land ungleichmäßig und unverhältnismäßig. Daher werden einige medizinische Einrichtungen ständig oder in naher Zukunft geschlossen. Es stellt sich auch heraus, dass die epidemiologische Aufklärung und die Verfahren für den Umgang mit dieser Art von Bedrohung unzureichend waren und sind.

Es war Zeit, sich richtig darauf vorzubereiten – es wurde nicht getan. Jetzt muss man sich mit der dynamischen Situation und den oft überraschenden Effekten auseinandersetzen. Die Konsequenzen werden uns wahrscheinlich alle in gewissem Maße betreffen, während die Regierenden wohl versuchen werden, die Verantwortung für die begangenen Fehler abzulehnen.

Was wird die Fortsetzung sein – wir werden sehen…

Der Autor ist ein Arbeiter im Gesundheitssystems und Mitglied der Anarchistischen Föderation in Polen. Z. arbeitet sowohl in einem Krankenhaus als auch in unterschiedlichen Arztpraxen. Dazu ist er zur Zeit sowohl beruflich als auch ehrenamtlich u.a. mit der medizinische Hilfe der zu Hause verbleibenden Personen beschäftigt und hilft z.B. Senioren mit Einkäufen.

 

Der Text entstand am 15.03.2020.

 

Dies ist ein Beitrag aus der aktuellen Druckausgabe der GWR. Schnupperabos zum Kennenlernen gibt es hier.