Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Ihr seid super! Mehr als 4.000 Euro habt Ihr uns in Reaktion auf den letzten Spendenaufruf in der GWR 383 gespendet. (1) Herzlichen Dank für Eure Solidarität! Eure Spenden sind für die Graswurzelrevolution überlebenswichtig. Anders als andere Zeitungen, finanziert sie sich fast ausschließlich durch Abos, Spenden und den Verkauf von Büchern und Zeitungen.

Als kleines Dankeschön haben wir diesmal für Euch wieder 24 statt 20 Seiten mit Inhalt gefüllt. Viel zu wenig! Gerne hätten wir u.a. auch schon die uns vorliegenden, kontroversen Diskussionsbeiträge über „Politische Videospiele und virtuelle Gewalt“, weitere Rezensionen und Martin Baxmeyers großartigen Artikel „No matarás“ [‚Du sollst nicht töten‘] über „Die Auseinandersetzung der argentinischen Linken mit ihrer gewalttätigen Vergangenheit“ abgedruckt. Wir müssen Euch aber vertrösten. Diese spannenden, zeitlosen Artikel mussten wir aufgrund von Platzmangel verschieben. Ihr findet sie im April in der GWR 388.

Am 25. Januar habe ich auf Einladung des BürgerInnenparlaments (2) im Stuttgarter Rathaus über libertäre Selbstorganisierung referiert und im Anschluss auf der Anti-S21-Demo geredet. Das hat Spaß gemacht, auch wenn sich die konservativen Stuttgarter Nachrichten anschließend über den referierenden Redakteur „der anarchistischen Zeitung ‚Graswurzelrevolution‘, die vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft wird“ mokierten und die TeilnehmerInnenzahl auf „etwa 50 Interessierte“ klein schrieben. (3)

Gefreut habe ich mich auch über die positive Resonanz auf die GWR, die ich auch in Stuttgart mitbekommen habe. Dass die GWR-Artikel zu Stuttgart 21, Projekt A und zur Prostitutionsdebatte so heiß diskutiert werden, bestärkt uns in unserer Redaktionsarbeit.

Zur Qualität der GWR trägt auch bei, dass wir im GWR-HerausgeberInnenkreis einen Zeichner wie Findus haben. Vor ein paar Tagen hat mir ein Freund folgende Mail geschrieben: „Gestern habe ich in der Sauna ein Gespräch zum Schweizer Volksentscheid mitgehört. Ein Deutschling war ziemlich überrascht, als ihm sein Gesprächspartner verdeutlichte, dass das Votum gegen Ausländer sich auch gegen Deutsche richtet. Wie wäre es mit einer GWR-Karikatur dazu?“ Kaum hatte ich den Vorschlag an Findus weitergeleitet, kam auch schon sein obiger Cartoon. Und den dazu passenden Artikel hat ein Genosse aus der Schweiz geschrieben (siehe Seite 4).

In der GWR 387 findet Ihr auch eine neue Ausgabe der Libertären Buchseiten. Ein kleinerer Teil der 5.000 Exemplare wird vom 13. bis 16. März auf der Leipziger Buchmesse verteilt. Den Zeitungs- und Buchverlag Graswurzelrevolution findet Ihr dort in Halle 5, Gang C, am Stand 407. Vielleicht sehen wir uns in Leipzig oder auf einer der Anti-Atom-Demos zum Fukushima-Jahrestag (siehe Seite 4)?

Li(e)bertäre Grüße,