Kultur ist Arbeit

Konflikte um die Arbeitsbedingungen in Museen und Gedenkstätten – vor Corona und mittendrin

 460 sommer 2021 Sebastian Gerhard

„Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein. Denn es dankt sein Dasein nicht nur der Mühe der großen Genien, die es geschaffen haben, sondern auch der namenlosen Fron ihrer Zeitgenossen.“ Die „namenlose Fron“, von der Walter Benjamin spricht, zeigt sich heute im Kulturbetrieb als Niedriglohnsektor und prekäre Arbeitsverhältnisse. Sebastian Gerhardt berichtet über das Netzwerk für faire Arbeitsbedingungen in Museen und Gedenkstätten „Geschichte wird gemacht“. (GWR-Red.) Weiterlesen

Wie der Corona-Ausnahmezustand auf die Gesellschaft wirkt

Lektüre zum Weiterdiskutieren

 459 mai 2021 Elisabeth Voß

Hofbauer, Hannes; Kraft, Stefan (Hg.): Lockdown 2020. Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern. Promedia, Wien 2020, 280 Seiten, 19,90 Euro, ISBN: 978-3-85371-473-7 D.F. Bertz (Hg.): Die Welt nach Corona. Von den Risiken des Kapitalismus, den Nebenwirkungen des Ausnahmezustands und der kommenden Gesellschaft. Bertz + Fischer, Berlin 2021, 732 Seiten, 24 Euro, ISBN 978-3-86505-763-1 Weiterlesen

Sechzehn Personen aus neun Haushalten

Die Mannheimer Wohnprojektgruppe Esperanza

 458 april 2021 Esperanza

Soziale Kontakte sind der Stoff, aus dem gemeinschaftliche Wohnträume wachsen. Gerade in der Pandemie erscheinen selbstbestimmte Wohnprojekte als konkret-utopischer Gegenentwurf zur Isolation und den prekären Verhältnissen, die der profitgesteuerte Wohnungsmarkt mit sich bringt. Einfach ist es aber in Zeiten der Pandemie nicht, das gemeinsame Projekt lebendig zu halten - oder wie bei Esperanza in Mannheim überhaupt erst aufzubauen. Hierüber schreibt die Wohnprojektgruppe Esperanza für die Graswurzelrevolution (GWR-Red.) Weiterlesen

Gefangen in den eigenen vier Wänden?

Die wohnungspolitische Coronakrise

 458 april 2021 Sebastian Gerhardt

Am Anfang der Pandemie konnte man auch in unserer Zeitung die Einschätzung lesen: Vor dem Virus sind wir alle gleich. Inzwischen haben wir gelernt, was wir schon immer wussten. In jeder Krise gewinnen die Reichen und verlieren die Armen. Wie eine Lupe zeigt die Pandemie die sozialpolitischen Probleme unserer Gesellschaft, wenn man nur hinschauen will. Sebastian Gerhardt schaut in diesem Artikel für die Graswurzelrevolution auf das Verhältnis zwischen Pandemie und Wohnungsfrage. (GWR-Red.) Weiterlesen

Tödliche Effizienz

Trotz der Corona-Pandemie schließt die Bundesregierung in Deutschland weiter Krankenhäuser

 454 dezember 2020 Joseph Steinbeiß

Die Pressekonferenzen von Lothar Wieler, dem Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI), haben für informierte Zuhörerinnen und Zuhörer zurzeit einen bitteren, um nicht zu sagen: toxischen Beigeschmack. Denn während Professor Wieler vor einer drohenden Überlastung der Krankenversorgung warnt und die Bevölkerung zu Achtsamkeit, Abstand und Solidarität aufruft, lässt sein unmittelbarer Vorgesetzter, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), munter weiter … Weiterlesen

Das Gespenst der Freiheit

Über „Corona-Diktatur“, Meinungsfreiheit und „Soziale“ Bewegung

 450 sommer 2020 Johann Bauer

Manche der Demonstrationen, die seit Lockerung der Covid-19-Maßnahmen „im Namen der Freiheit“ aufflackern, erinnern an den Slogan „freie Fahrt für freie Bürger“. Neben echter Sorge um die Grundrechte unserer Gesellschaft marschiert hier eine Freiheit, die nicht vernunftgeleitet ist, sondern auf ein „tun und lassen, was ich will“ pocht. Während die Vernunft Abstand hält, organisieren Virusleugner*innen und Verschwörungstheoretiker*innen bundesweit sog. Hygienedemos. Johann Bauer kommentiert in seinem Artikel diese neue „soziale“ Bewegung und setzt sich kritisch mit dem rechts-nationalistischen Diskurs gegen die „Corona-Diktatur“ auseinander. (GWR-Red.) Weiterlesen

Dystopische Zukunft?

COVID-19, die Pandemie und der Neoliberalismus

 450 sommer 2020 Robert Krieg

Dystopien sind Ausblicke auf eine Zukunft, die nichts Gutes erahnen lässt. Der Begriff tauchte im 19. Jahrhundert nach der Industrialisierung auf. Der Fortschrittsglaube, der mit der Aufklärung in die Welt gekommen war, stieß erstmals an seine Grenzen. Immer wiederkehrende Themen dystopischer Erzählungen und Romane sind der totale Überwachungsstaat, Seuchen, die Vernichtung des Lebens auf dem Planeten. Robert Krieg reflektiert in seinem Artikel über die Endzeit des neoliberalen Systems. (GWR-Red.) Weiterlesen