Gefangen im Netz kollektiver Identitäten?

Von der Wirkungsmacht kollektiver Identitäten und den Unzulänglichkeiten einer Identitätspolitik

 234 dezember 1998 Andreas Speck

Dieser Artikel ist geschrieben aus einem ganz bestimmten Blickwinkel. Trotz einer kritischen Position zum Begriff der Identität als politischem Begriff dürfte meine eigene "Identität" meinen Blickwinkel durchaus prägen, was mir wohl nicht immer bewußt sein wird. Doch was ist meine eigene Identität: Mann (biologisch), weiß, deutsch, Redakteur einer anarchistischen Zeitschrift. Diese Zuschreibungen lassen sich noch recht einfach benennen. Darüber hinaus wird es schon schwieriger. Passen die Identitätsumschreibungen homo- oder heterosexuell? Was bedeuten bzw. umfassen sie? Und ist eine Festlegung überhaupt notwendig? Weiterlesen

Friedens-„Politik“ oder soziale Bewegung gegen Militär?

Eine antisexistisch-antimilitaristische Kritik des Osnabrücker Kongreßmemorandums

 229 mai 1998 Bruno Weil

In GWR 227 berichteten wir kritisch über die bisherigen Vorbereitungsdiskussionen des Ende Mai in Osnabrück stattfindenden europäischen Friedenskongresses 350 Jahre nach dem "Westfälischen Frieden", der den Dreißigjährigen Krieg beendete. An dieser Stelle setzen wir uns aus radikal- antimilitaristischer und antisexistischer Sicht mit dem pazifistischen Memorandum "Für eine Friedenspolitik ohne Militär" auseinander. Es wurde gewogen - und für zu leicht befunden. (Red.) Weiterlesen