Nachrichten-Dienste für die Atomindustrie

"Die Firma" und das Thorium

 356 februar 2011 Horst Blume

Uran wird knapp und seine Herstellung und Verwendung birgt große Risiken. Um in der Bundesrepublik die Akzeptanz von Atomkraftwerken wieder deutlich zu erhöhen, wird versucht, von den Gefahren der Uran- und Plutoniumwirtschaft abzulenken, indem ein neuer, angeblich ungefährlicher Ersatzstoff für das Uran in die öffentliche Diskussion eingebracht wird. Es ist das in der Erde reichlich vorhandene Thorium. Weiterlesen

Widerstand gegen neue AKWs

Acht neue Atomkraftwerke in Großbritannien? Nein danke. Direkte gewaltfreie Aktionen gegen die Atomrenaissance!

 356 februar 2011 Andreas Speck (Kick Nuclear London/Stop Nuclear Power Network)

In Großbritannien sollen - ginge es denn nach dem Willen der konservativ-liberalen Regierung oder der Energiekonzerne - acht neue Atomkraftwerke gebaut werden (siehe GWR 349). Ein Antrag auf vorbereitende Arbeiten für Hinkley Point C, wo EDF (Electricity de France, britischer Zweig) zwei EPR-Reaktoren bauen will, wurde Ende November 2010 eingereicht. Die Anti-Atom-Bewegung kommt nur langsam in Bewegung. Ex-GWR-Redakteur Andreas Speck berichtet. (Red.) Weiterlesen

Geißlers Schlichterspruch und die Folgen

"Stuttgart 21 Plus" ist eine "Verschlimmbesserung" des bisherigen S21-Projektes

 355 januar 2011 Thomas Trüten

Der schlichte Spruch des CDU-Mannes Heiner Geißler lautet: "S21" wird gebaut - als "S21 plus". Das heißt, dass der existierende Bahnhofsbau weiter zerstört wird, dass mindestens zehn Jahre lang ein neuer Bahnhof unter der Erde und bis zu 60 Kilometer Zulaufgleise mit Tunneln gebaut werden. Das ist die Kernaussage des Schlichtungsspruches, auf den sich nach Wochen die S21-BefürworterInnen und einige Personen geeinigt haben. Weiterlesen

Ist Containern illegal?

Aktivisten gegen Lebensmittelverschwendung

 354 dezember 2010 Interview: Sigrid Lehmann-Wacker

Christof N. (24) und Frederik V. (32) wurden nachts auf dem Parkplatz eines Discounters von zwei Polizisten angehalten, mit abgelaufenen Lebensmitteln. Monate später kamen Strafbefehle über 10 und 20 Tagesgeldsätze wegen Diebstahls ins Haus: Beiden wird vorgeworfen, Lebensmittel aus dem Container des Discounters entwendet zu haben. Obwohl der Discounter selbst auf einen Strafantrag verzichtet hatte, sah die Chemnitzer Staatsanwaltschaft in diesem Fall ein "besonderes öffentliches Interesse". Christof und Frederik legten Einspruch ein und machten aus dem Prozess ein Politikum. Als am 13. Oktober 2010 erstmals über den Fall verhandelt wurde, war der Gerichtssaal voll mit SympathisantInnen, einige mussten vor der Tür warten Auch einige Döbelner BürgerInnen waren gekommen. Die Aktivisten hatten am Vormittag in der Innenstadt mit Straßentheater und Aktionen auf den Prozess aufmerksam gemacht. Am 28. Oktober wurde der Prozess weitergeführt. Weiterlesen