La ruta mortal – die Todesstraße

Die humanitäre Flüchtlingskatastrophe in Mittelamerika

 399 mai 2015 Martin Baxmeyer

Mittelamerika erlebt gegenwärtig eine humanitäre Flüchtlingskatastrophe nie gekannten Ausmaßes. Allein im Januar 2015 griffen mexikanische Grenzschützer an der Südgrenze ihres Landes 14.026 Migrantinnen und Migranten auf, unter ihnen 13.287 aus Mittelamerika. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Monat noch 6.295 gewesen, davon 5.894 aus Mittelamerika. Die neoliberale Verheerung der ohnehin schwachen nationalen Wirtschaften, der mit ihr einhergehende Zusammenbruch gesellschaftlicher Strukturen und die drastische Zunahme von Kriminalität und Gewalt treiben tausende Menschen aus Honduras, El Salvador, Nicaragua und Guatemala auf einen lebensgefährlichen Weg in die USA. Wenn sie denn jemals dort ankommen. "La ruta mortal" wird die Strecke unter Flüchtlingen genannt: "die Todesstraße". 3.000 Kilometer führt sie quer durch den Kontinent. Weiterlesen

Antimuslimischer Rassismus

Notwendige Analysen für eine antirassistische Bewegung

 399 mai 2015

Das Aufkommen der PEGIDA-Bewegung, deren Märsche scheinbar plötzlich fünfstellige TeilnehmerInnenzahlen erreichten und nun von Österreich über England bis hin nach Québec/Kanada nachgeahmt werden, kam für antirassistisch gesinnte Menschen überraschend. Spätestens seitdem mussten sie sich erneut eingestehen, dass es da ein Problem gibt, auf das man (zumindest in den deutschsprachigen Ländern) in den letzten Jahren vielleicht zu wenig oder zu zögerlich reagiert hat: antimuslimischer Rassismus. Weiterlesen

Winter der Friedensbewegung?

Ein Interview mit Monty Schädel (DFG-VK)

 399 mai 2015 Interview: Bernd Drücke

Monty Schädel (geboren 1969 in Grevesmühlen) ist seit 2007 Politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). Seit der "Wiedervereinigung" ist der Antimilitarist in Bereichen der Antifa-, Friedens-, Flüchtlings- und Sozialpolitik aktiv. 2014 war er Mitinitiator des sogenannten "Friedenswinters", von dem er sich mittlerweile distanziert hat. Grund genug für GWR-Redakteur Bernd Drücke, ihn zu interviewen. Das Interview wurde Mitte April 2015 schriftlich geführt. Aufgrund von Platzmangel veröffentlichen wir hier nur Auszüge. (GWR-Red.). Weiterlesen

1.700 tote Flüchtlinge später…

 399 mai 2015 Karl Kopp

Die Zahl der Flüchtlinge, die den mörderischen Seeweg wählen müssen, nimmt dramatisch zu. Über 200.000 Schutzsuchende, davon 69.000 aus Syrien, nahmen 2014 dieses Martyrium der Überfahrt auf sich - über das zentrale Mittelmeer oder die griechische Ägäis. Mindestens 4.000 starben. Weiterlesen