La ruta mortal – die Todesstraße
Mittelamerika erlebt gegenwärtig eine humanitäre Flüchtlingskatastrophe nie gekannten Ausmaßes. Allein im Januar 2015 griffen mexikanische Grenzschützer an der Südgrenze ihres Landes 14.026 Migrantinnen und Migranten auf, unter ihnen 13.287 aus Mittelamerika. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Monat noch 6.295 gewesen, davon 5.894 aus Mittelamerika. Die neoliberale Verheerung der ohnehin schwachen nationalen Wirtschaften, der mit ihr einhergehende Zusammenbruch gesellschaftlicher Strukturen und die drastische Zunahme von Kriminalität und Gewalt treiben tausende Menschen aus Honduras, El Salvador, Nicaragua und Guatemala auf einen lebensgefährlichen Weg in die USA. Wenn sie denn jemals dort ankommen. "La ruta mortal" wird die Strecke unter Flüchtlingen genannt: "die Todesstraße". 3.000 Kilometer führt sie quer durch den Kontinent. Weiterlesen