Verloren im griechisch-türkischen Grenzgebiet

 364 dezember 2011 Salinia Stroux

Das Gebiet am Evros-Fluss (türkisch: Meriç), entlang der griechisch-türkischen Grenze, ist ein tragischer Ort, wo zahlreiche Flüchtlinge verschwinden, von denen einige tot aufgefunden werden. Verwandte und Freunde der Verschwundenen suchen in Haftlagern, Krankenhäusern und Friedhöfen nach ihnen. Sie kommen von weit her, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. In den letzten beiden Jahren wurden die meisten Tode durch Ertrinken oder Unterkühlung verursacht. Eine kleinere Anzahl an Todesfällen geht auf Auto- und Zugunfälle zurück. 70 Flüchtlinge und MigrantInnen starben nach Angaben des Gerichtsmediziners der Provinz Thrakien im Jahr 2010 in der Region. 46 von ihnen konnten nicht identifiziert werden. Allein in den ersten acht Monaten des Jahres 2011 starben 57 Menschen in diesem Grenzabschnitt. Weiterlesen

„Nicht Sarrazin war für die ‚Sarrazindebatte‘ entscheidend“

Ein Interview mit Sebastian Friedrich

 364 dezember 2011 Interview: Sebastian Kalicha

Sebastian Friedrich ist Redakteur von kritisch-lesen.de, freier Mitarbeiter der Opferberatungsstelle ReachOut Berlin, Mitglied des AK Rechts und der Diskurswerkstatt des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Er ist aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP). Im August 2011 hat er bei edition assemblage Rassismus in der Leistungsgesellschaft. Analysen und kritische Perspektiven zu den rassistischen Normalisierungsprozessen der "Sarrazindebate" herausgegeben. Der GWR gab er dieses Interview über das Buch, die "Sarrazindebatte", antimuslimischen Rassismus und was wir dagegen tun können. (GWR-Red.) Weiterlesen

Repression gegen AtomgegnerInnen in Österreich

Während antifaschistische Anti-Atomkraft-AktivistInnen eingeschüchtert werden, verweigern Oberösterreichs Grüne eine Distanzierung vom ökofaschistischen "Weltbund zum Schutze des Lebens" (WSL)

 363 november 2011 Elvira Pöschko

In Oberösterreich weigern sich AtomkraftgegnerInnen mit Rechtsextremen zusammen zu arbeiten. Die Gruppe Antiatom-Szene hat dokumentiert, dass die Organisation atomstopp_atomkraftfrei leben (zuvor Oberösterreichische Plattform gegen Atomgefahren) mit dem ökofaschistischen Weltbund zum Schutz des Leben - WSL verflochten ist und mit der FPÖ kooperierte. Eine Funktionärin der Plattform ermöglichte Jörg Haider einen Auftritt bei einer Grenzblockade gegen das tschechische AKW Temelin. Weil die Initiative Antiatom-Szene mit rechtsextremen Atomgegnern nicht zusammenarbeiten will, droht der grüne Landesrat mit dem Entzug von Fördergeldern. Weiterlesen