Verloren im griechisch-türkischen Grenzgebiet
Das Gebiet am Evros-Fluss (türkisch: Meriç), entlang der griechisch-türkischen Grenze, ist ein tragischer Ort, wo zahlreiche Flüchtlinge verschwinden, von denen einige tot aufgefunden werden. Verwandte und Freunde der Verschwundenen suchen in Haftlagern, Krankenhäusern und Friedhöfen nach ihnen. Sie kommen von weit her, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. In den letzten beiden Jahren wurden die meisten Tode durch Ertrinken oder Unterkühlung verursacht. Eine kleinere Anzahl an Todesfällen geht auf Auto- und Zugunfälle zurück. 70 Flüchtlinge und MigrantInnen starben nach Angaben des Gerichtsmediziners der Provinz Thrakien im Jahr 2010 in der Region. 46 von ihnen konnten nicht identifiziert werden. Allein in den ersten acht Monaten des Jahres 2011 starben 57 Menschen in diesem Grenzabschnitt. Weiterlesen