4096 3072 max

Minneapolis – Wo radikale Nachbarschaftshilfe den Leviathan entmachtet

 507 märz 2026 Jochen Schmück

In der Graswurzelrevolution Nr. 506 vom Februar 2026 hat Wolfgang Haug auf den Seiten 9 und 10 die Rolle der US-Einwanderungsbehörde ICE beim Weg der USA in die autokratische Gesellschaft skizziert. In dieser GWR beleuchten wir mit zwei Artikeln, wie sich die Stadtgesellschaften von Minneapolis und St. Paul erfolgreich mit gewaltfreiem Widerstand gegen den Staatsterror der ICE-Bundesbeamten des Trump-Regimes zur Wehr setzen. (GWR-Red.) Weiterlesen

BeitragMacht

„Die Lösung ist die Dezentralisierung der Macht“

Robert Krieg im Gespräch mit der kurdischen Filmemacherin Sevînaz Evdikê über die Situation von Frauen in Rojava und das islamistische Regime in Damaskus

 506 februar 2026 Interview: Robert Krieg

Sevînaz Evdikê (*1992 in Serêkaniyê, Rojava) hat in Nordkurdistan Film studiert. Sie war Mitbegründerin der Komîna Fîlma a Rojava, einem Filmkollektiv aus dem Westen Kurdistans. Die Filmemacherin war an vielen der Kollektivprojekte beteiligt und engagiert sich für die Darstellung der kurdischen Kultur und weiblichen Perspektiven im Film. Bekannt wurde sie durch die Filme „Home“ (2018) und „The Return: Life After ISIS“ (2021), die einen Fokus auf das Leben und die Erfahrungen von Frauen in den selbstverwalteten kurdischen Gebieten Syriens legen. Ihr Film „The Wedding Parade“ (2023) drückt Hoffnung inmitten von Krieg und Vertreibung aus. Aktuell arbeitet sie als Dozentin für Film an der Kunstakademie für Frauen in Hesekê. Im Rahmen des Kurdischen Filmfestival in Rojava im November 2025 bot sich GWR-Autor Robert Krieg die Gelegenheit zum Interview. (GWR-Red.) Weiterlesen

BeitragWiderstand

Widerstand heißt Leben! – Berxwedan Jiyan e!

Die Angriffe in Aleppo und Nord-/Ost-Syrien aus Sicht von Kurd*innen, die nun erneut vertrieben werden

 506 februar 2026 Maria Blauwig,

Während die Aufmerksamkeit der Welt woanders liegt, spielt sich im Norden und Osten Syriens erneut eine humanitäre Katastrophe ab. Die Frauenrevolution und die basisdemokratische Selbstverwaltung in Rojava sind der islamistischen Al-Jolani-Regierung ein Dorn im Auge. Islamistische Milizen der syrischen Übergangsregierung (HTS) und des türkischen Autokraten Erdoğan greifen momentan die Autonomieregion Nord- und Ostsyrien an. Der von der Regierung am 18. Januar 2026 angekündigte Waffenstillstand wurde von ihr nicht eingehalten. Die Islamisten haben am 20. Januar bereits 60 Prozent der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete erobert und befinden sich weiter auf dem Vormarsch auf die kurdischen Städte Kobanê und Hêseke. Sie haben zehntausende inhaftierte IS-Kämpfer befreit und üben massive Gewalt an der kurdischen Bevölkerung und vor allem den Frauen aus. (GWR-Red.) Weiterlesen