Beitragutopie

Ein Lob der Utopie

Kopfreisen auf den sieben Meeren des Utopischen

 500 sommer 2025 Ilija Trojanow

Die Graswurzelrevolution (GWR) engagiert sich seit 1972 für die Verwirklichung der Utopie einer gewaltfreien, herrschaftslosen Gesellschaft. Gerade in Zeiten des Rechtsrucks, der Klimakatastrophe und des Artensterbens brauchen wir Ideen und Entwürfe für zukünftige egalitäre Lebensformen und ökologische, solidarische Gesellschaftsordnungen jenseits von Herrschaft, Nationalismus und Gewalt. Utopien sind wichtig, um Alternativen zum Kapitalismus zu entwickeln und Kraft für den gewaltfreien Widerstand zu schöpfen. Ein Schwerpunktthema der 500sten GWR sind Utopien. Der Liedermacher Konstantin Wecker hat uns für diese Ausgabe seinen Artikel „Die Kraft von Utopia – Visionen einer besseren Welt“ zur Verfügung gestellt, ein Vorabdruck aus seinem Buch „Der Liebe zuliebe“, das voraussichtlich im September 2025 im Verlag Droemer Knaur erscheint. Den ebenso Mut machenden Auftakt zum utopischen GWR-500-Schwerpunkt liefert der Schriftsteller Ilija Trojanow mit seinem „Lob der Utopie“. (GWR-Red.) Weiterlesen

Beitragkarton

Keine Ruhe im Karton

40 Jahre Bewegungs-Überlieferung im Archiv für alternatives Schrifttum

 500 sommer 2025 Anne Niezgodka

Wir Archivar*innen messen gerne in laufenden Metern: 500 Ausgaben Graswurzelrevolution sind 1,5 laufende Meter. Die Graswurzelrevolution, die wir im Archiv für alternatives Schrifttum (afas) ((1)) 
selbstverständlich von der ersten Ausgabe 1972 bis heute lückenlos archiviert haben, nimmt im Magazin ein ganzes Regalbrett in Anspruch. Warum bewahren wir so viel Papier in einem Zeitalter, das als digitales bezeichnet wird? Weiterlesen

Beitraggraswurzelrevolutionaerinnen

Graswurzelrevolutionärinnen

500 Jahre Graswurzelrevolution – Geschichte, Utopie, Perspektiven. Ein Interview mit sechs GWR-Autorinnen und -Herausgeberinnen

 500 sommer 2025 Bernd Drücke

„Graswurzelrevolution bezeichnet eine tiefgreifende gesellschaftliche Umwälzung, in der durch Macht von unten alle Formen von Gewalt und Herrschaft abgeschafft werden sollen. Wir streben an, dass Hierarchie und Kapitalismus durch eine selbst-
organisierte, sozialistische Wirtschaftsordnung und der Staat durch eine föderalistische, basisdemokratische Gesellschaft ersetzt werden“, so das Selbstverständnis der GWR. Seit 1972 erscheint die Graswurzelrevolution. Die Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft ist das langlebigste Organ des Anarchismus im deutschsprachigen Raum. Der GWR-Herausgeber*innenkreis ist generationsübergreifend. Helga ist am längsten dabei und mit 90 Jahren die älteste GWR-Mitherausgeberin. Zu den Jüngeren gehört mit 24 Jahren GWR-Autorin Luna, die gerade ihr Praktikum in der GWR-Redaktion beendet hat. Kletteraktivistin Cécile ist GWR-Autorin und -Mitherausgeberin. Kerstin hat 2008 ein GWR-Praktikum gemacht und ist seitdem regelmäßige GWR-Autorin. GWR-Mitherausgeberin Agnes hat u.a. den Artikel über die sozialen Bewegungen in Serbien für die GWR 498 übersetzt und ist mitverantwortlich für GWR Abo & Vertrieb in Freiburg. GWR-Mitherausgeberin Silke hat auch als GWR-Redakteurin gearbeitet. (GWR-Red.) Weiterlesen

Beitragerdogan

Massenbewegung gegen Erdoğans Autokratie

Pınar Selek: „In der Türkei sind die Proteste dank neuer Annäherungen innerhalb der Aktivist*innenkreise nun widerstandsfähiger“

 499 mai 2025 Pınar Selek

Die Protestbewegung, die sich nach der Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters in der Türkei entwickelt hat, ist das Ergebnis neuer Oppositionsbündnisse gegen die Macht des Autokraten Recep Tayyip Erdoğan. Eine Analyse der Soziologin und gewaltfreien Anarchafeministin Pınar Selek. (GWR-Red.) Weiterlesen

Beitragknast

„Das System Knast ist ein wesentlicher Bestandteil der Festung Europa“

Interview mit der Kampagne „Free Homayoun“

 499 mai 2025 Interview: Lea Kleinsorge

Am 25. August 2021 wurde Homayoun Sabetara, ein aus dem Iran geflohener Migrant, von der griechischen Polizei festgenommen, nachdem er ein Auto über die türkisch-griechische Grenze gefahren hatte. In einem unfairen Verfahren wurde er am 26. September 2022 wegen „Menschenschmuggels“ zu 18 Jahren Haft verurteilt. Seit seiner Verhaftung saß er drei Jahre im Gefängnis in Griechenland. Zum Zeitpunkt seiner Flucht aus dem Iran hatte er keine legale und sichere Möglichkeit, nach Deutschland zu gelangen, wo seine Kinder leben. Am 16. Dezember 2024 wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Sein Prozess vor dem Supreme Court wurde auf den 19. September 2025 verschoben. (GWR-Red.) Weiterlesen