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„Die Lösung ist die Dezentralisierung der Macht“

Robert Krieg im Gespräch mit der kurdischen Filmemacherin Sevînaz Evdikê über die Situation von Frauen in Rojava und das islamistische Regime in Damaskus

| Interview: Robert Krieg

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Bildquelle: https://zagrosfestival.com/sevinaz-evdike/

Sevînaz Evdikê (*1992 in Serêkaniyê, Rojava) hat in Nordkurdistan Film studiert. Sie war Mitbegründerin der Komîna Fîlma a Rojava, einem Filmkollektiv aus dem Westen Kurdistans. Die Filmemacherin war an vielen der Kollektivprojekte beteiligt und engagiert sich für die Darstellung der kurdischen Kultur und weiblichen Perspektiven im Film. Bekannt wurde sie durch die Filme „Home“ (2018) und „The Return: Life After ISIS“ (2021), die einen Fokus auf das Leben und die Erfahrungen von Frauen in den selbstverwalteten kurdischen Gebieten Syriens legen. Ihr Film „The Wedding Parade“ (2023) drückt Hoffnung inmitten von Krieg und Vertreibung aus. Aktuell arbeitet sie als Dozentin für Film an der Kunstakademie für Frauen in Hesekê. Im Rahmen des Kurdischen Filmfestival in Rojava im November 2025 bot sich GWR-Autor Robert Krieg die Gelegenheit zum Interview. (GWR-Red.)

Robert Krieg: Du hast mir gesagt, dass das Projekt Rojava nicht nur von außen, sondern auch von innen bedroht ist. Wirtschaftliche Interessen dominieren zunehmend das gesellschaftliche Leben und den gesellschaftlichen Diskurs. Kannst du diesen Prozess etwas näher beschreiben?

Sevînaz Evdikê: Das soziale Leben in Rojava basiert auf dem geselligen Beisammensein der Menschen und ihrer gegenseitigen Hilfe. Ich kenne viele Familien wie meine eigene, die in Armut lebte, aber wir hatten nie Probleme, uns zu ernähren. Wir hatten Nachbarn, die uns alle unterstützten. Aber jetzt hat sich die Situation aufgrund vieler Umstände stark verändert. Durch den Krieg ist die soziale Struktur zunehmend zerbrochen, und wir leben nicht mehr in unseren Herkunftsstädten. Ein großer Teil der Bevölkerung Rojavas ist vertrieben worden. Sie lebt nicht mehr in ihrer eigenen Community, und die soziale Unterstützung von früher existiert nicht mehr. Es gibt sie zwar noch, aber man muss seine Gemeinschaft neu aufbauen. Das ist etwas, was sich geändert hat, und wirtschaftlich haben die Menschen als Vertriebene zu kämpfen. Nach all den Bombardierungen 2023 spricht man nicht mehr über die Zerstörung der Infrastruktur, der Gas- und  Ölversorgung, der Elektrizitätswerke. Aber sie hatte enorme Auswirkungen auf die Menschen in Rojava. Jetzt gibt es überhaupt keinen Strom mehr, es fehlt an Diesel, um im Winter für Wärme zu sorgen. Viele Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren, weil viele Einrichtungen zerstört wurden. Hinzu kommen die Handelsbeschränkungen, die die USA gegen Syrien verhängt hatten. Ende 2023 wurde alles sehr teuer. Das Embargo hat dazu wesentlich beigetragen. Das Gehalt eines Arbeitnehmers reicht nicht aus. Die Menschen müssen zwei oder drei Jobs ausüben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Existenz vieler Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in Rojava unser Sozialleben zerstört. Sie zahlen ihren Mitarbeiter und Mitarbeiter:innen mehr als 1000 Dollar, während die Mitarbeiter:innen der Selbstverwaltung weniger als 110 Dollar im Monat verdienen. Es gibt Geschäfte, in denen man 30, 40 Dollar für ein T-Shirt bezahlt, weil die Mitarbeiter der NGOs dort einkaufen. All dies bringt die Menschen in große Schwierigkeiten. Früher waren die Menschen bereit, Rojava zu verteidigen, aber jetzt kämpfen sie um ihr persönliches Überleben, es geht nicht mehr nur um die Bombardierungen. Wir verteidigen Rojava, aber es gibt so viele Probleme im Inneren, für die man eine Lösung finden muss.

Robert: Kann man sagen, dass das einen Einfluss darauf hat, dass die Menschen nicht mehr so sehr für die Revolution kämpfen wie früher? Dass sie viel mehr daran interessiert sind, private Dinge zu tun, um ihr wirtschaftliches Auskommen zu sichern?

Sevînaz: Ja, genau so ist es. Jetzt kämpfen die Menschen um ihr tägliches Überleben. Eine Familie mit Kindern kann nicht jeden Tag etwas für die größere Sache, für unsere Revolution, tun. Die Menschen müssen für ihre eigene Familie sorgen, was zu einem enormen Kampf wird. Im Jahr 2024 griff die türkische Armee den Tişrîn-Damm an. (1) Jeden Tag, wenn ich nach Heseke fuhr, sah ich an der Kreuzung am Rande der Stadt Hunderte von Menschen, die auf dem Weg dorthin waren, obwohl es sehr gefährlich war, weil die türkische Armee weiter bombardierte und keinen Unterschied zwischen Zivilist:innen und Kämpfer:innen machte. Sie töteten einfach Menschen. Aber die Menschen gingen dorthin. Viele unserer Freundinnen und Freunde gingen dorthin, und wir verloren viele von ihnen, sogar Künstler:innen. Ich würde also nicht sagen, dass die Menschen nicht bereit sind, Rojava zu verteidigen. Aber in Zeiten ohne Angriffe kämpfen die Menschen in ihrem Privatleben um ihre wirtschaftliche Existenz.

Das soziale Leben in Rojava basiert auf dem geselligen Beisammensein der Menschen und ihrer gegenseitigen Hilfe

Robert: Die wirtschaftlichen Bedingungen, insbesondere im Alltag von Künstler:innen, wie wirkt sich das auf die Kreativität, auf die Ästhetik, den filmischen Erzählstil der kurdischen Filmemacher:innen aus?

Sevînaz: Ich habe keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage. Ich kann nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten.

Robert: Ja, bitte.

Sevînaz: In meinem Leben gibt es zwei Dinge, die mir am wichtigsten sind. Ich könnte sehr erfolgreich sein, wenn ich sie miteinander verbinden könnte. Das eine ist das Kino, das andere die Revolution, um Rojava aufzubauen. Ich sage immer, wenn ich diese beiden Dinge in meinem Leben vereinen könnte, würde ich sagen, dass ich ein erfülltes Leben als Künstlerin und als Mensch aus Rojava geführt habe. Ich habe das in den letzten zehn Jahren seit 2015 versucht. Jetzt unterrichte ich an der Akademie 25 Studentinnen. Ich denke, ich kann immer noch etwas (zum Kino) beitragen, aber meine persönliche Erfahrung als Filmemacherin zeigt, dass es sehr anstrengend ist, da ich drei verschiedene Aufgaben gleichzeitig bewältigen muss. Zwei davon betreffen die Revolution im künstlerischen Bereich, die Förderung und Ausbildung von Künstlerinnen, aber die dritte ist rein wirtschaftlicher Natur. Das nimmt viel Zeit in Anspruch. Und im Moment kann ich nichts Kreatives erschaffen. Ich leiste zwar meinen Beitrag zum kreativen Leben in Rojava, aber persönlich schaffe ich nichts. Das macht mich traurig, aber ich denke, das ist eine Phase, die immer wieder vorkommt. Man muss eben das tun, was gerade nötig ist.

Robert: Die kurdischen Filme auf dem Festival werden, soweit ich das beurteilen kann, von Geschichten über militärische Kämpfe dominiert. Ich denke, das beeinflusst und beschränkt die Sicht auf die gesellschaftliche Entwicklung. Gesellschaftliche Entwicklung ist viel vielfältiger, sie besteht nicht nur aus Kampfhandlungen.

Sevînaz: Genau.

Robert: Ich spüre darin die Gefahr einer Militarisierung der Gesellschaft. Ich denke, das steht im Widerspruch zum Aufbau einer grundlegenden demokratischen Gesellschaft mit friedlichen Mitteln. Vielleicht kannst du dazu etwas sagen.

Sevînaz: Diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Genau deshalb ist es wichtig, junge Menschen darin zu schulen, sich so auszudrücken, wie sie es möchten. All diese Filme, die sich mit dem Militär und dem bewaffneten Kampf befassen, gehen darauf zurück, dass man die Verantwortung hat, über die Ereignisse hier zu berichten. Und leider drehte sich unser Leben zumindest in den letzten zehn Jahren ausschließlich um die militärische Verteidigung von Rojava. Ich denke, was fehlt, sind Filme über die soziale Struktur, den Wiederaufbau des sozialen Lebens und die Fokussierung darauf. Es geht jetzt darum, dafür mehr Möglichkeiten zu schaffen. Denn es gibt Menschen, die gern mehr über soziale Strukturen und ihren Aufbau informieren würden. Die derzeitigen Möglichkeiten beschränken sich darauf, über Rojavas Selbstverteidigung zu berichten. Ich wünsche mir, dass wir in Zukunft genügend Möglichkeiten für Menschen haben werden, sich auszudrücken – in Experimentalfilmen, in Filmen, die die sozialen Strukturen thematisieren, in Filmen, die auch kritisch mit unseren eigenen Problemen umgehen. Doch momentan sind unsere Möglichkeiten sehr begrenzt, und das liegt an dem Verantwortungsgefühl, über die aktuellen Geschehnisse in Rojava sprechen zu müssen.

Robert: Auf dem Festival laufen viele Filme über Frauen, aber nur wenige haben Regie geführt. Woran liegt das? Rojava kämpft für die Gleichberechtigung der Frauen. Könnte eine Quote helfen?

Sevînaz: Ich glaube nicht, dass das das Problem ist. Vielleicht ändert sich das in Zukunft, ähnlich wie das gesellschaftliche Leben. Im wörtlichen Sinn ist man künstlerisch gleichberechtigt. Aber die gesellschaftliche Situation von Frauen hier ist wirklich schwierig. Es ist ein Kampf, der leider schon seit über zehn Jahren andauert. Es ist nicht so, dass wir einfach entscheiden und das Kunstleben hier gemeinsam gestalten. Wir haben unsere eigenen Institutionen als Frauen. Ich gehöre einer reinen Fraueninstitution an. Und wir versuchen, etwas zu schaffen. Aber es gab viele Männer, die sofort nach Beginn der Revolution loslegen konnten, während die Frauen erst einmal kämpfen mussten, um überhaupt rauszugehen, um zu lernen und dann erst einmal kreativ werden zu können. Deshalb sind wir etwas unterrepräsentiert, aber hoffentlich ändert sich das in Zukunft. Wir haben dazu eine Statistik erstellt. In Frauenkollektiven haben wir die Anzahl der Frauen erfasst, die in Rojava an Filmen mitwirken. Und es gibt mehr Frauen als Männer, die im Filmbereich tätig sind. In allen Bereichen. Als Schauspielerinnen, hinter der Kamera und als Produktionsassistentinnen, insbesondere in Produktionsteams. Aber als Regisseurinnen sind wir unterrepräsentiert. Das liegt daran, dass die Männer, die in der Filmbranche begonnen haben, bereits ausgebildet waren und die Kamera bedienen konnten. Sie konnten früher Filme machen, auch wenn es noch wenig war. Wir hingegen mussten uns abmühen, überhaupt das Haus zu verlassen, Ausreden finden und dafür kämpfen, zwei Monate am Set zu sein. Es ist also nur eine Frage der Zeit, aber meiner Meinung nach keine Frage der Qualität. Denn die Qualität von Männern und Frauen ist gleich, insbesondere im Filmbereich. Das ist meine eigene Erfahrung.

Robert: Du arbeitest als Dozentin an der kürzlich gegründeten Kunstakademie für Frauen in Hesekê. Es gibt aber auch eine kürzlich gegründete Kunstakademie in Derik. Was ist der Unterschied? Warum ist es Dir wichtig, an dieser Kunstakademie für Frauen zu arbeiten und generell eine solche Kunstakademie speziell für Frauen zu gründen?

Sevînaz: Aus meiner eigenen Erfahrung und der vieler Frauen hier, die im Kunstbereich arbeiten, weiß ich, dass wir zwar in jeder Institution ein System der Koexistenz und unsere eigenen Entscheidungsprozesse haben. Wir haben aber mit Männern zusammengearbeitet, die – ich würde sagen – seit Jahrhunderten dachten, sie seien die Anführer. Es war sehr schwierig, ein Gleichgewicht zu finden zwischen einem Mann, der sich als Anführer sieht, kreativ ist und versucht, sich im Zuge der Revolution zu verändern, aber es eigentlich nicht wirklich versucht, weil er bereits die bessere Position hat. Es ging darum, ein Gleichgewicht zwischen solch einem Mann und den unerfahrenen Frauen zu finden, deren allergrößter Traum es sein würde, ein Universitätsstudium abzuschließen und einen Angestellten-Job zu finden, ohne an irgendeinem kreativen Leben teilzuhaben. Obwohl das System also nach dem Prinzip der Gleichberechtigung geschaffen wurde, war die Situation von Männern und Frauen alles andere als gleichberechtigt. Deshalb dachten wir, wir schaffen einen Raum nur für Frauen, in dem sie sich frei, authentisch und wohlfühlen können. Die Frauen hier fühlen sich unter Männern nicht wirklich wohl. An unserer Akademie können sie beginnen, sich frei ausdrücken. Und genau aus diesem Grund wurde diese Institution gegründet. Von der Frauenbewegung, die sich seit jeher dafür einsetzt, dass Frauen ihren eigenen Weg gehen und ihren eigenen Raum haben. Auch wenn sie mit Männern gleichberechtigt zusammen arbeiten. Das System ist so eingerichtet, dass es ihre Rechte respektiert. Trotzdem brauchen sie ihren eigenen Raum, und ich sehe bereits die Ergebnisse. Die Frauen an unserer Akademie sind jetzt sehr unabhängig und stark; sie sagen, was sie denken. Das habe ich in all den Jahren, in denen ich in den Institutionen von Rojava gearbeitet habe, trotz der Revolution nicht erlebt.

Robert: Meine nächste Frage ist viel allgemeiner. Es gibt eine neue Regierung in Damaskus, und ich denke, sie bedroht alle Errungenschaften der Frauenrevolution hier in Rojava. Wie kann man sie verteidigen? Was ist der richtige Weg? Meine Idee war immer die Einführung eines föderalen Systems. Ich weiß nicht, wie Du darüber denkst, was ein guter Weg sein könnte, um die Frauenrevolution in Rojava so fortzusetzen, wie Ihr es bisher getan habt.

Sevînaz: Die neue Regierung in Damaskus ist furchterregend, ein Grauen. Wir haben Videos, die zeigen, wie diese neuen Machthaber in Damaskus Zivilist:innen in Kobanê und Rakka töten und Frauen abschlachten. Es ist schwer, sich ein Zusammenleben mit ihnen vorzustellen, obwohl unser System der autonomen Verwaltung ja gerade auf Koexistenz besteht. Dafür haben wir all die Jahre gekämpft. Ich persönlich kann mir ein Zusammenleben mit der neuen Macht in Damaskus nicht vorstellen. Für uns steht immer die Dezentralisierung der Regierung im Vordergrund. Denn es geht nicht nur um die Selbstverwaltung. Es gibt außerdem die Alawiten im Land, die verängstigt sind, die alawitischen Frauen, die immer für ihre Offenheit und ihren freien Willen bekannt waren. Ich habe Kontakt mit ihnen und weiß, wie verängstigt sie sind. Sie weigern sich, ihre Häuser zu verlassen. Und dann sind da noch die Drusen im Süden. Es geht nicht nur um die Selbstverwaltung, die in den letzten zehn Jahren daran gearbeitet hat, eine Form der Koexistenz zu entwickeln. Sowohl zwischen allen ethnischen Gruppen, als auch zwischen Männern und Frauen. Die Lösung ist die Dezentralisierung der Macht. Es gibt keinen anderen Weg. Vor allem jetzt werden neue Regeln eingeführt, und für mich sind sie zuallererst gegen Frauen gerichtet. Ich kann mir nicht vorstellen, in solch einem Land zu leben. Deshalb hoffe ich, dass wir eine dezentralisierte Regierung bekommen werden. Ich weiß nicht, wie genau, aber ich wünsche mir einfach, dass wir das Recht haben, selbst über uns zu entscheiden.

Robert: Vielleicht kannst du noch etwas Positives, Hoffnungsvolles für die Zukunft hinzufügen?
Sevînaz: Weißt du, ich komme aus Rojava, ich bin hier aufgewachsen, es ist mein Land, und ich kann mir nicht vorstellen, woanders auf der Welt zu leben. Ich fühle mich mit meiner Familie und meiner Gemeinschaft sehr verbunden. Gemeinschaft im Sinne von den Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin, aber auch Gemeinschaft im Sinne der Menschen, mit denen ich das kreative Leben in Rojava geteilt habe. Es wäre nicht möglich gewesen, all das zu tun, was ich jetzt tue, wenn ich nicht aus einer so aufgeschlossenen Familie käme. Es gibt so viele kleine Dinge, für die ich jeden Tag dankbar bin. Und das sehe ich jeden Tag in den Augen vieler Frauen und Menschen, wenn ich durch die Straßen gehe. Ich wünsche mir sehr, dass das so weitergeht, dass wir Erfolg haben, besser werden, wachsen und sogar die bestehenden Programme verbessern.

(1) Türkische Drohnen bombardierten ab dem 10. Dezember 2024 den Tişrîn-Damm am Euphrat, der unbeschädigt und wenn es die Wasserblockade der Türkei nicht gäbe, große Teile der Region Nord- und Ostsyrien mit Strom versorgen kann. Hunderte Menschen aus Nord- und Ostsyrien fuhren zum Staudamm, um gegen die Bombardierung zu protestieren und ihn gemeinsam unter Einsatz ihres Lebens zu schützen. Unter den Schwerverletzten gab es die Menschenrechts- und Klimaaktivistin Lea Bunse aus Baden-Württemberg und den Physiotherapeuten und humanitären Helfer Jakob Rihn aus Brandenburg.

Dr. phil. Robert Krieg ist Filmemacher und Soziologe. Im November 2025 erschien in der GWR 503 sein Interview mit der italienischen Sozialistin Luciana Castellina: „Wer Krieg führt, wird immer von imperialen Interessen genährt“. Für seinen aktuellen Dokumentarfilm „Tevî her tiştî – Trotz alledem“ (2025) ist er in den Norden Syriens gereist und hat Frauen in ihrem Alltag begleitet. Inmitten des bewaffneten Konflikts gestalten die Frauen dort ihre eigene Zukunft: selbstverwaltet, solidarisch, gleichberechtigt – jenseits von Fremd-
bestimmung und Unterdrückung.

Dies ist ein Beitrag aus der aktuellen Ausgabe der Graswurzelrevolution. Schnupperabos zum Kennenlernen gibt es hier.

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