Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

ein ereignisreicher Monat liegt hinter uns. Der Tod des Anti-Atom-Aktivisten Sébastien Briat war für uns ein Schock. Die Trauer um ihn, der Widerstand gegen den achten Gorleben-Castor und die Frage, wie es in Sachen Anti-Atom-Politik weitergehen kann, ist ein Schwerpunkt dieser Ausgabe (S. 5 ff.). Auch an die gewaltfreie Anarchistin Marie-Christine Mikhailo, die im Alter von 88 Jahren am 8. November in Lausanne gestorben ist, wollen wir erinnern (S. 3).

Thematisiert werden zudem kontinuierlich die Aktionen gegen Agenda 2010 und Sozialraub, sowie die Rolle, die der DGB in diesem Zusammenhang spielt (S. 4 ff.). Mit Alfred Schoberts “Das spekulative Schafott” (S. 8 f.) beginnt in dieser GWR eine Artikelserie zum Thema Todesstrafe, während der GWR 293-Beitrag zum Deutschen Kolonialismus auf Seite 16 f. fortgesetzt wird. Wichtig ist uns die kritische Analyse von Kriegen wie z.B. im Irak (S. 1; 9), in Tschetschenien (S. 2) und an der Elfenbeinküste (S. 12 f.). Unsere AutorInnen werfen einen transnationalen Blick über den Tellerrand, sei es Richtung USA (S. 2), Argentinien (S. 1; 15f.), Mexiko (S. 4.), Rumänien (14) oder Österreich (S. 20).

Libertäre Kunst: In dieser Ausgabe finden sich neue Exklusivcartoons von Andi Wolff. Danke, Andi! FreundInnen libertärer Literatur kommen auf ihre Kosten bei “Poetry for Anarchy“, einem Interview zum zehnten Geburtstag der Edition Blackbox mit Ralf Burnicki und Michael Halfbrodt (S. 10 f.).

Viele Artikel und auch die GWR-Kontakteseite mussten leider wieder verschoben werden. 20 GWR-Seiten sind einfach zu wenig! Wenn Ihr Euch ein weniger bleiwüstenrevolutionäres Layout und vier GWR-Seiten mehr pro Monat wünscht, oder wenn Euch etwas an dieser Zeitung liegt, dann spendet bitte an den gemeinnützigen Förderverein für Freiheit und Gewaltlosigkeit e.V. Unseren Spendenaufruf findet Ihr auf Seite 20. Für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft!

Li(e)bertäre Grüße und “Das Beste zum Feste!”,