Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Ende November 2011 haben die zahlreichen Proteste und gewaltfreien Aktionen gegen den Castor-Transport nach Gorleben gezeigt, dass die Anti-Atomkraft-Bewegung auch nach dem von CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen verkündeten „Atomausstieg“ (bis 2022) nicht eingeschlafen ist.

Nun planen die regierenden „AtomkraftgegnerInnen“ eine rücksichtslose Atomüllverschieberei. 152 Castoren sollen 2012 im Laufe von acht Monaten von Jülich ins Brennelementezwischenlager (BEZ) Ahaus transportiert werden. Wahnsinn!

Dagegen wird es Widerstand geben. Und die GWR wird sich an der Mobilisierung zu den Aktionen beteiligen. (1) Mehr zum Thema „Anti-Atomkraft“ findet Ihr auf Seite 12 ff.

Die erste Ausgabe der Graswurzelrevolution im neuen Jahr ist mit 24 Seiten fetter als üblich. Dennoch konnten wir viele wichtige Artikel aufgrund von Platzmangel nicht unterbringen. Auch mobilisierende Texte zu den Aktionen gegen die NATO-Sicherheitskonferenz (2) in München fehlen in dieser Ausgabe ebenso wie der Aufruf zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden (3).

Aber die GWR 365 bietet dennoch eine Menge interessanten Lesestoff und auch genug Gründe dafür, dass diese kleine Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft auch nach fast 40 Erscheinungsjahren immer noch gebraucht wird.

Im Sommer 2012 feiert die Graswurzelrevolution ihren 40. Geburtstag. Die Planungen laufen schon. Mehr Infos dazu gibt es in den kommenden Ausgaben.

Ich wünsche Euch und uns ein rauschendes Fest, viel Spaß beim Lesen der neuen GWR und ein schönes und widerständiges Jahr 2012,

(1) Weitere Infos: www.kein-castor-nach-ahaus.de

(2) Infos dazu unter: www.sicherheitskonferenz.de

(3) Infos dazu: www.dresden-nazifrei.com