Von Gorleben nach Ahaus!

Neue Ansätze für den Widerstand gegen Castor-Transporte

 220 sommer 1997 Michael Friedrich

Bisher stand die Ahauser Castor-Halle völlig im Schatten ihrer weitaus berühmteren Schwesterhalle in Gorleben. Doch das hat sich seit dem dritten Castor- Transport nach Gorleben im März ganz erheblich geändert. Kurz nach dem Transport hatten nämlich die BetreiberInnen des AKWs Neckarwestheim verlauten lassen, daß sie, da Castor-Transporte nach Gorleben wegen des starken Widerstandes vorläufig unmöglich seien, halt nach Ahaus ausweichen würden. (Red.) Weiterlesen

Durch Castor-Widerstand zur Plutoniumwirtschaft?

Zu der von Michael Sailer (Öko-Institut) losgetretenen Debatte um Sinn und Unsinn des Gorleben- Widerstandes

 219 mai 1997 Andreas Speck

Pünktlich zum Castor-Transport im März griffen die Medien Michael Sailers ketzerische Argumentation zum Gorleben-Widerstand auf. Bereits Ende 1996 hatte er in einem taz-Interview gefordert, die Anti-AKW-Bewegung müsse ihre Weigerung, über die Entsorgung zu diskutieren, aufgeben. Damit löste er innerhalb der Bewegung einen Aufschrei aus, und es ist sicherlich kein Zufall, daß gerade zum Castor-Transport seine Kritik wieder hervorgekramt wurde. (Red.) Weiterlesen

Eine Sternstunde gewaltfreier Aktion und Sozialer Verteidigung

Die Erfahrungen vom Widerstand gegen den dritten Castor-Transport nach Gorleben können die Republik verändern

 218 april 1997 Jochen Stay

Anfang März haben sechs Castor-Behälter Gorleben erreicht. Doch der Widerstand dagegen hatte eine neue Qualität. Vor allem die praktische und politische Effizienz gewaltfreier Aktion erlebte einen Durchbruch ohnegleichen. Die im Wendland gemachten Erfahrungen wirken weit über die Anti-Atom-Bewegung hinaus. (Red.) Weiterlesen

Ob gewaltfrei oder militant: Hauptsache Widerstand!?

Notwendige Anmerkungen zu den Anti-Castor-Aktionen im Wendland und anderswo

 217 märz 1997 Andreas Speck

In den ersten Märztagen soll der dritte Castor-Transport - diesmal im Sechserpack - ins Zwischenlager nach Gorleben rollen. Die Tatsache, daß um diese Transporte ein solcher Wirbel stattfindet, daß die Einsatzfähigkeit der Polizei letztendlich den Termin bestimmt, ist zunächst einmal als Erfolg der Anti-AKW-Bewegung zu bewerten. Dennoch steht die Anti-Castor- Bewegung an einem Wendepunkt: der bisherige Erfolg kann dieses Land verändern - oder aber in eine Niederlage umschlagen. Damit letzteres nicht geschieht, beziehen wir mit diesen notwendigen Anmerkungen Position. (Red.) Weiterlesen