Topf & Söhne

Hausbesetzung auf einem Täterort

 377 märz 2013 Rahel

Das war das Besetzte Haus für mich Ein Ort auf Spende. Ein Ort zum Verstecken. Ein Ort für Jung und Alt. Ein Ort zum anders sein. Ein Ort, der immer aufhat. Ein Ort zum Rappen auf der Bar. Ein Ort zum Urlaub machen. Ein Ort für selbstgestaltete Partys. Ein Ort für meine schlechte Musik. Ein Ort zum Scheißen ohne 50 Cent. Ein Ort für genussvollen Wodkarausch. Ein Ort für Glitter, Handschellen und Schwarz. Ein Ort für Kommunikation, Austausch und Vernetzung. Ein Ort, an dem auch mal eine Grenze übergangen wurde. Ein Ort für Auseinandersetzung. Ein Ort, an dem nackt auf einem kleinen Dreirad gefahren wurde. Ein Ort, an dem mensch im mobilen Pool Sangria schlürfen konnte. Ein Ort zum Loslassen. Ein Ort, an dem ich acro sein konnte. (Acro, S. 96) Weiterlesen

Rechtsrum in der Männertruppe

Ein neues Buch beleuchtet die Braunzone Bundeswehr

 377 märz 2013 Michael Schulze von Glaßer

„Szenen einer Nähe – Vom großen Rechtsum bei der Bundeswehr“, lautet der Titel eines kleinen Buchs über Rechtsextremismus in der Bundeswehr, das Ulrich Sander 1998 publiziert hat. Seitdem ist bei der Truppe einiges passiert: Auslandseinsätze haben zugenommen, die Armee wurde „transformiert“ und die Wehrpflicht ausgesetzt. Nur bedingt änderte sich bei der Bundeswehr der Umgang mit … Weiterlesen

„Marinus, Marinus, Du warst es nicht, es war König Feurio!“

Interview mit Edition-Nautilus-Verleger Lutz Schulenburg. Zur Wiederauflage von "Marinus van der Lubbe und der Reichstagsbrand - Das Rotbuch"

 377 märz 2013

Noch immer sorgt die Frage, wer für den Brand des Reichstages verantwortlich ist, für Kontroversen. Johannes K. F. Schmidt vertritt die Auffassung: "Am 30.Januar 1933 wurde den Nazis im Reich die Macht übergeben, im Februar gleichen Jahres wurde der sogenannte Reichstagsbrand inszeniert, um eine Handhabe für einen breit angelegten Terror gegen die Linke zu schaffen." ((1)) Für viele AntifaschistInnen war dieses Ereignis das Fanal aus Deutschland zu fliehen. Die Einstürzenden Neubauten sangen 1989 "Feurio!": "Marinus, Marinus, hörst du mich?/ Mari-nus, Marinus, du warst es nicht / es war König Feurio!" Wider diese Sichtweise wird in dem jetzt in der Edition Nautilus in einer Wiederauflage erschienenen Buch "Marinus van der Lubbe und der Reichstagsbrand - Das Rotbuch" argumentiert. KP Flügel sprach darüber für die GWR mit Edition-Nautilus-Verleger Lutz Schulenburg. Weiterlesen