Wir sind alle illegal – Papiere für niemand!
Spaniens Zentralregierung legalisieret im europaweit größten außerordentlichen Regularisierungsverfahren seit Jahrzehnten hunderttausende sogenannter "sin papeles". Weiterlesen
Spaniens Zentralregierung legalisieret im europaweit größten außerordentlichen Regularisierungsverfahren seit Jahrzehnten hunderttausende sogenannter "sin papeles". Weiterlesen
Am Tag meiner "Aufnahme" (in das St. Johannes-Stift, d.R.) kam ich auf eine Station, mit fünfzig anderen Jungen in meinem Alter. ... Die Räume waren leer und kahl. Außer einem Kreuz und einem Adolf-Hitler-Bild hing nichts an den Wänden, das einzige Mobiliar bestand aus großen blankgescheuerten Tischen und ebensolchen Bänken im Tagesraum und Betten in den Schlafräumen. Sonst nichts, absolut nichts. Keine Blume, kein Spiel, erst recht kein Buch. Schränke, es waren Wandschränke, in der Mauer eingebaut. Weiterlesen
60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald
Es gab viele Anzeichen dafür, dass das Ende der Henker bevorstand, die amerikanischen Panzer ereichten die nähere Umgebung des Lagers. Die Vernichtung des Lagers durch die SS drohte. Im kleinen Lager, dem ehemaligen Quarantänelager, hatte die Belegung besonders seit der Ankunft von Tausenden aus Auschwitz evakuierten Häftlinge ihren Höhepunkt erreicht. Die SS stellte immer noch Todesmärsche zusammen. Weiterlesen
Inzwischen hat sich die politische Klasse in der Bundesrepublik auf die Sprachregelung geeinigt, die Richard von Weizsäcker längst schon vorgegeben hatte: Das Datum der Kapitulation Hitler-Deutschlands ist historisch zu deuten als "Tag der Befreiung". Nur gelegentlich fällt heute noch ein deutscher Politiker aus der Rolle und spricht, wenn es um das Frühjahr 1945 und das Ende des "Dritten Reiches" geht, von "Niederlage" oder "Zusammenbruch". Volkstümlicher freilich ist, wie der Erfolg des gleichnamigen Filmes zeigt, der Begriff vom "Untergang"; er lässt vielerlei Gefühlsregungen zu, auch raunendes Bedauern. Weiterlesen
Mehrere hunderttausend Menschen fielen den nationalsozialistischen Psychiatrieverbrechen im Zeichen der "Rassenhygiene" und der "Vernichtung lebensunwerten Lebens" zum Opfer. Paul Brune überlebte die Mordaktionen der NS-Psychiatrie. Der 8. Mai 1945 war für ihn aber noch nicht die Befreiung. Als angeblicher "Psychopath" blieb er auch nach Kriegsende gegen seinen Willen in der Psychiatrie und musste erleben, dass die Misshandlungen an PatientInnen dort weiter gingen. Robert Krieg und Monika Nolte zeichnen am biographischen Beispiel Paul Brunes die Geschichte der NS-Psychiatrie und deren Kontinuitäten nach (GWR-Red.). Weiterlesen