Outsourcing des Flüchtlingsschutzes

Die EU baut den Schutz für Flüchtlinge ab und verlagert ihre Verantwortung in die Transit- und Herkunftsländer

 303 november 2005 Karl Kopp

"Wir müssen auf die Probleme zugehen, anstatt abzuwarten, bis sie bei uns ankommen. Wir müssen die Lösung so nah wie möglich an der Herkunftsregion suchen. Inzwischen hat die EU im Haager Programm unter anderem regionale Schutzprogramme beschlossen, das ist der richtige Weg." So kommentierte der noch amtierende Innenminister Otto Schily in der FAZ das Flüchtlingsdrama in Ceuta und Melilla. Weiterlesen

„…das ideologische Wesen der Bilder dekolonisieren“

Ein Gespräch zu antirassistischen Bildpolitiken mit Araba Evelyn Johnston-Arthur (Kulturwissenschaftlerin und Aktivistin) und Jo Schmeiser (Künstlerin und Autorin)

 303 november 2005

Wer, wann und wo etwas sagt, schreibt oder abbildet, ist entscheidend dafür, wie das Gesagte, Geschriebene und Abgebildete gelesen wird. Mit diesem Zusammenhang befasst sich die Repräsentationskritik. Repräsentation ist nie ein neutraler Vorgang von Darstellung, Vorstellung, Abbildung oder Wiedergabe, sondern immer in Herrschaftsverhältnisse verstrickt. Sie bringt diese zum Ausdruck, reproduziert sie oder kämpft - bestenfalls - dagegen an. Das gilt für künstlerische Produktionen ebenso wie für Bilder ganz allgemein. Also auch für solche, die soziale Bewegungen zum Gegenstand haben. Ausgehend von der Diskussion um filmische und künstlerische Repräsentationen und darüber hinaus gehende Bildpolitiken, die im Weblog Here to stay! (www.dia-log.at) der "Diagonale. Festival des österreichischen Films" 2005 stattgefunden hat, fragten wir nach den Logiken, Verwertungsmechanismen und Paternalismen, aber auch nach Möglichkeiten, Handlungsfeldern und Spielräumen politischer Bildproduktion im Kunstfeld und anderswo. (Die Red.) Weiterlesen

Gewaltfreie Aktionen, die die Welt veränderten

1. Teil: 50 Jahre Bus-Boykott von Montgomery: Der aufrechte Gang

 300 juni 2005 Clayborne Carson

"Wenn dereinst die Geschichtsbücher geschrieben werden, wird jemand sagen müssen: ‚Da lebte ein Menschenschlag, eine schwarze Bevölkerungsgruppe, die den moralischen Mut hatte, sich für ihre Rechte zu erheben. Und dadurch gab sie den Zeitläuften der Geschichte und der Zivilisation eine neue Bedeutung.'" Martin Luther King, Jr., 5.12.1955 ((1)) Weiterlesen