Kommt der Bürgerkrieg von rechts?

In den USA wollen neofaschistische Milizen durch Riot und Bürgerkrieg den Putsch erzwingen

 453 november 2020 Lou Marin

In den USA heute gibt es immer mehr hochgradig bewaffnete Milizen, die aus Internetforen entstanden sind, Anklänge zur US-Bürgerkriegsgeschichte, aber auch zu Computerspielen oder Sport aufweisen, aber in Wirklichkeit neofaschistisch sind. Einige traten in bewaffneten Aktionen im Wahlkampf als bewaffnete Helfer Trumps auf, andere, wie etwa die „Boogaloos“, in jüngeren Riots als rechte Beteiligte der militanten Front der antirassistischen Bewegung. Sie eint, dass sie an einem Tag X einen Bürgerkrieg in Gang setzen wollen. (GWR-Red.) Weiterlesen

(Gar) keine Politik ist auch keine Lösung

Eine Anregung zur Diskussion über Anarchismus, Parlamentarismus und Wahlen

 454 dezember 2020 Emilian Schottenau, Peter Seyferth

Vor einiger Zeit diskutierten der Politikwissenschaftler Peter Seyferth aus München und Emilian Schottenau, Student und ehemals in der linksjugend-[´solid] organisiert, über die Staatsfrage im Anarchismus. Ausgangspunkt dazu war der von Emilian erschienene Artikel „Die Krise des Antiparlamentarismus“ im „Untergrundblättle“ vom 6.9.2018. Davon ausgehend beschlossen sie, zusammen einen dialogischen Artikel zu veröffentlichen. Die folgenden Gedanken sollen keine ausgearbeitete Theorie darstellen, sondern nur Ausgangspunkt für eine mögliche Diskussion sein. Weiterlesen

„You are fired“

Eine US-Wahlnachlese aus gewaltfrei-anarchistischer Sicht

 454 dezember 2020 Johann Bauer

Viele von uns haben in „Staatsbürgerkunde“ oder „Gemeinschaftskunde“ erörtert, wie bedenklich niedrig die Wahlbeteiligung in den USA sei, Zeichen einer entpolitisierten Konsumgesellschaft oder Gefahr für die Demokratie, die durch Desinteresse ins Koma fallen könnte. 2020 haben sich mehr WählerInnen als je bei den Republikanern wie Demokraten registrieren lassen, Trump hatte mehr Stimmen auf sich vereinigt als irgend ein republikanischer Präsidentschaftskandidat vor ihm, über 70 Millionen, also noch zehn Millionen mehr als vor vier Jahren; Biden kommt auf etwa 78 Millionen WählerInnen, zwölf Millionen Stimmen mehr als Hillary Clinton 2016. Weiterlesen