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332 oktober 2008
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Der Intimfeind

... oder wie der Kolonialismus uns alle kolonisiert

Ashis Nandy: Der Intimfeind. Verlust und Wiederaneignung der Persönlichkeit im Kolonialismus. Mit einer Einleitung zur Rezeption von M.K. Gandhis libertärem Anti-Kolonialismus von Lou Marin. Übersetzung aus dem Englischen von Lou Marin. Verlag Graswurzelrevolution, Nettersheim 2008, 248 Seiten, ISBN 978-3-939045-9, 19,80 Euro

Mit der Einleitung zu dem Buch Der Intimfeind von Ashis Nandy gibt Lou Marin einen Überblick über unterschiedliche Gandhi-Interpretationen in- und außerhalb Indiens.

Dabei beschreibt er den Zusammenhang zwischen den Gandhi-Interpretationen und der Entwicklung gewaltfreier Bewegungen in vielen Teilen der Welt.

Er stellt das Buch in einen größeren Zusammenhang und erleichtert wesentlich den Zugang zu Nandys Untersuchungen über den Kolonialismus. Zusätzlich zu dem Buch, das 1983 zuerst erschienen ist, bezieht er spätere Arbeiten Nandys in seine Einleitung ein, wodurch der libertäre Antikolonialismus Gandhis und seine Wirkung auf die indischen Massen noch stärker herausgearbeitet werden.

Ebenso behandelt er einige Aspekte von Gandhis Denken, die im Westen, auch in der gewaltfreien Bewegung, oft mit Unverständnis oder auch Ablehnung aufgenommen worden sind - nicht selten, weil dabei der kulturelle Zusammenhang der indischen Gesellschaft unbekannt ist oder übergangen wird.

Allgemein wird unter Kolonialismus verstanden, dass den Menschen in den Kolonien wirtschaftliche Güter genommen werden und diese Güter den Ländern der KolonisatorInnen als Gewinn zugeführt werden. Aber es geht nicht nur um wirtschaftlichen Profit und politische Macht.

Ashis Nandy zeigt, dass die Wirkung des Kolonialismus weit darüber hinaus den emotionalen Bereich der Menschen erfasst und zwar sowohl in den Kolonien, als auch in den Ländern der KolonisatorInnen. Der emotionale Bereich von Individuen wird beeinflusst und verändert und wirkt sich auf deren Denkstrukturen aus, auf den kulturellen Bereich und auf soziale und politische Strukturen.

Der Kolonialismus der letzten zwei Jahrhunderte zeigt seine Stärke nicht so sehr militärisch oder technisch, sondern er schafft in den Kolonien säkulare Hierarchien, die mit der traditionellen Ordnung nicht in Einklang stehen. Seine Anziehungskraft wirkt vor allem auf Menschen, die in der traditionellen Gesellschaft unterdrückt oder sonstwie benachteiligt sind, und erweckt Hoffnungen auf eine gerechtere Gesellschaft.

Damit im Zusammenhang entsteht der Eindruck, dass in das von Mythen geprägte Leben der Kolonien modernes, rationales, analytisches Denken Eingang finden kann.

Wie sieht das analytische Denken aus? Was bedeuten säkulare Hierarchien? Wie wird dies von Nandy charakterisiert?

Die eigentliche Zeit der britischen Herrschaft in Indien begann erst ab etwa 1830. Bis dahin wurde Indien im wesentlichen von Briten aus der Aristokratie regiert. Sie trugen indische Kleidung, heirateten oft indische Frauen und nahmen am kulturellen und religiösen Leben der InderInnen teil.

Es war die Zeit der East India Company, deren Vertreter in der Ausbeutung zwar rücksichtslos und brutal waren, aber sie befolgten weitgehend den traditionellen indischen Lebensstil.

Sie wollten vor allem reich werden, Regieren und Herrschen war zweitrangig.

Der Beginn des Kolonialismus in Indien

Ab 1830 bestimmte zunehmend die britische Mittelklasse die Herrschaft in Indien, die mit ihrem protestantischen Sendungsbewusstsein die koloniale Kultur bestimmte und zunehmend Einfluss auf das Leben der InderInnen nahm.

Damit einher ging, dass die Werte der wachsenden Industrialisierung Großbritanniens auch in Indien an Bedeutung gewannen. Das waren u.a. Männlichkeit, Produktivität, Organisationsfähigkeit, instrumentelle Rationalität, patriarchalisch militaristische Strukturierung und Fortschritt. Es setzte ein Prozess ein, der das Bewusstsein der InderInnen, die in engeren Kontakt mit den britischen Herrschern kamen, in einer Weise beeinflusste, die zu einer Verinnerlichung oder Übernahme dieser Werte, also einer Identifikation mit der Kultur der Unterdrücker, führte.

Viele Protestbewegungen vor Gandhi folgten dieser kulturellen Veränderung und wollten die Schmach der Niederlagen und das Joch der Unterdrückung mit den Mitteln der Stärke bis hin zu militärischer Gewalt von Indien abschütteln.

Subhas Chandra Bose war einer von ihnen. Er war Verbündeter Deutschlands im Zweiten Weltkrieg.

So gewannen Leistungsorientiertheit, Kontrollmentalität, Aggressivität, Konkurrenz und Macht eine immer größere Bedeutung in der indischen Kultur.

Die Rücksichtslosigkeit, Aggressivität und Brutalität der herrschenden Briten, die Allmachtsgefühle und -phantasien auslösten, waren nicht nur auf die Kolonien beschränkt, sondern wirkten zurück auf Großbritannien selbst.

In der politischen Kultur Großbritanniens wurden Eigenschaften wie Intuition, Mitleid, Fürsorge als feminin entwertet und führten zu einer eingeschränkten Rolle der Frau. Feminität und die Fürsorge für die Armen und Schwachen hatten immer weniger Bedeutung in der öffentlichen Kultur. Die maskulinen Werte wie Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität, Leistungsorientiertheit und Selbstkontrolle schufen neue Formen institutionalisierter Gewalt.

Ashis Nandy hat diese Prozesse der Männlichkeit und Brutalisierung und den Widerstand dagegen, beispielsweise in der Person Gandhis, auf wunderbare Weise sehr anschaulich werden lassen, indem er mehrere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und ihre Arbeit in Indien und in Großbritannien charakterisiert und analysiert hat.

Auf indischer Seite gehören dazu Michael Madhusudan Dutt, Bankimchandra Chatterjee, Swami Dayanand Saraswati, Swami Vivekananda, Sri Aurobindo und natürlich Gandhi. Auf britischer Seite schildert er Rudyard Kipling, George Orwell, Oskar Wilde, C.F. Andrews.

Der Kolonialismus erfasst die indischen Menschen

Madhusudan und Bankimchandra haben in ihren Arbeiten die beiden klassischen hinduistischen Epen, Ramayana und Mahabharata, uminterpretiert, um die Werte der Stärke und Männlichkeit im Hinduismus zu etablieren. Im Mahabharata ist Krishna ein sanfter, kindlicher Gott, mitunter amoralisch, verspielt, mit androgynen Zügen. Bankimchandras Ziel war es, Krishna zu einem männlichen Gott zu machen, der den neuen sozialen Rollen der Geschlechter entsprach, konsistent moralisch handelte, über den Hinduismus als eine Religion frei von Widersprüchen wachte und somit ebenbürtig neben dem Gott des Christentums oder Islam bestehen könnte.

Diese Entwicklung wurde von Swami Dayanand Saraswati und Swami Vivekananda fortgeführt. Einer ihrer Ausgangspunkte war zu sagen, dass der eigentliche Gehalt des Hinduismus, wie er vor 3.000 Jahren ins Land gekommen war, längst verloren sei. Dabei konnten sie sich auf einen Bestandteil des Hinduismus, das Heldentum der Kriegerkaste, der Kshatriya berufen, wonach die Stärksten und Männlichsten mit dem größten Heldentum die wahren Herrscher seien. Gegenwärtig, sagten sie, sei der Hinduismus verweichlicht, verwässert und das Land im Niedergang. Ihre Vorstellungen von einer Reform bestanden darin, aus dem Hinduismus eine organisierte kirchenähnliche Religion zu machen mit Priesterschaft und Missionierung. Vivekanandas Vorstellung war es, eine Art monotheistische Religion zu schaffen.

Tatsächlich trugen solche Vorstellungen zu psychologischen Veränderungen der Menschen bei, die auch institutionelle Veränderungen mit sich brachten.

Die Übernahme der kolonialen Handlungsweisen und Wertvorstellungen der Briten sollte diese mit ihren eigenen Mitteln schlagen.

Die Veränderungen, die der Kolonialismus Indien brachte, waren enorm. Sie betrafen vor allem die Menschen in den Städten und Menschen, die mit den KolonialistInnen mehr oder weniger direkt in Berührung kamen. Aber die große Mehrheit der InderInnen lebte in den Dörfern.

Der indische Subkontinent ist ein riesiges Land mit viel größeren kulturellen Unterschieden als im kulturell recht einheitlichen Großbritannien.

Auf dem Land blieben die Menschen weitgehend unberührt von den Veränderungen, die der Kolonialismus und Kapitalismus brachten.

Dort lebten die Menschen traditionell einen volkstümlichen Hinduismus, wenn auch mit großen kulturellen Unterschieden und auch politisch nicht einheitlich.

Gandhi, Geschlechterrollen und volkstümlicher Hinduismus

Gandhi konnte in mehrfacher Weise an diesen volkstümlichen Hinduismus anknüpfen. Wenn es auch nicht einfach war, sein besonderes Verständnis von Gewaltfreiheit als wesentliches Element des Hinduismus zur Geltung zu bringen, so waren andere Elemente seiner Arbeit doch tief im Hinduismus verwurzelt. Dazu gehören der Heilige und das Verständnis von den Geschlechterrollen.

Der Heilige, der Mahatma, steht außerhalb von Kaste und Familie und hat auf diese Weise eine große Ausstrahlungskraft und Wirkung auf die Menschen.

Im Hinduismus gibt es ein anderes Verständnis von der Rolle der Frau. Ratlosigkeit gibt es oft bis hin zu Ablehnung, wenn es um Gandhizitate über die Frau wie dem folgenden geht:

"Wenn mit Stärke moralische Macht gemeint ist, dann ist die Frau dem Mann unermeßlich überlegen. Hat sie nicht größere Intuition, ist sie nicht aufopferungs- und hingebungsvoller, hat sie nicht mehr Kraft zum Ausdauern, hat sie nicht mehr Mut? Ohne sie könnte der Mann nicht sein. Wenn Gewaltfreiheit das Gesetz unseres Seins darstellt, gehört die Zukunft der Frau." (Young India, 10.04.1930)

Es ist faszinierend, wie Ashis Nandy auch anhand von Begrifflichkeiten das Verständnis der Geschlechterrollen im Hinduismus und bei Gandhi erklärt. Das obige Gandhizitat wird auf diesem kulturellen Hintergrund Indiens unmittelbar verständlich. Aufschlussreich fand ich z.B. folgendes Begriffspaar: Purushatva ist die Essenz der Männlichkeit, Kapurushatva ist Feigheit oder Versagen der Männlichkeit. Der Mann kann Feigheit überwinden und Mut entwickeln, indem er das feminine Element seiner Persönlichkeit zur Geltung bringt.

Aus der Mythologie kann das Beispiel Ardhanarishvara helfen, die Androgynität und das feminine Prinzip in Indien zu verstehen, die eine Grundlage für Gandhis Denken waren. Ardhanarishvara ist eine androgyne Gottheit und bedeutet, der Herr oder Gott, der halb Frau ist. Als Ardhanari ist Shiva der Schöpfergott, der zweigeschlechtlich ist und zusammen mit seiner Frau Parvati eine Gestalt bildet. Bei der bildlichen Darstellung ist die linke Hälfte weiblich und die rechte männlich.

Die männliche Zeugungskraft und die weibliche Potenz sind gleichwertig. Das männliche Element allein ist machtlos.

Im Verlauf der Weltentstehung ist es Shakti, die weibliche Potenz, die, gelenkt vom Bewusstsein Shivas, die Handelnde ist. Das führt zur traditionellen Bedeutung indischer Weiblichkeit, zu dem Glauben an die enge Verknüpfung von Macht, Aktivismus und Feminität und der Überzeugung, dass das weibliche Prinzip ein wirksameres, gefährlicheres und unkontrollierbareres kosmologisches Prinzip ist als das männliche.

Der Kolonialismus in Großbritannien

Ashis Nandy zeigt, wie das Denken und das Bewusstsein der KolonialistInnen auf ihr eigenes Land zurückwirkten. Sehr eindrucksvoll wird das deutlich, wenn er den Zusammenhang zwischen Lebenserfahrungen Rudyard Kiplings, besonders der Kindheit, und seinem Werk aufzeigt. Er schreibt:

"Rudyard Kipling (1865-1936) war wahrscheinlich der kreativste Erfinder jener politischen Mythen, die eine Kolonialmacht braucht, um ihr Selbstwertgefühl zu stabilisieren. Die psychologischen Koordinaten seiner imperialistischen Ideologie waren oft genug die Koordinaten, die auch heute noch das Bild des Westens bestimmen, das er sich vom Nicht-Westen macht."

Kipling wurde in Indien geboren und wuchs umgeben von indischen Bediensteten in Indien auf.

Als er sechs Jahre alt war, wurde er nach England geschickt in das Haus seiner Tante, einer gefühllosen, harten und strengen Frau, wo er unter Misshandlungen zu leiden hatte.

Einige Zeit später wurde er in eine Internatsschule geschickt, die vor allem Kinder aus militärischem Hintergrund aufnahm.

Diese Kinder sollten später auch eine militärische Laufbahn einschlagen und entsprechend war die Erziehung ausgerichtet: Sport, männliche Werte und Drangsalierungen waren das Leitmotiv. Kipling war ein sensibles Kind mit künstlerischen Neigungen, das Sport hasste.

Diese furchtbaren Erfahrungen standen in eklatantem Gegensatz zu dem Leben in Indien, wo die indischen Bediensteten ihn liebevoll umsorgt hatten. Trotz dieser repressiven Jahre in England kam er zu der Überzeugung, dass er zur englischen Kultur gehörte und er sein Hingezogensein zu Indien ablegen müsse.

Zeit seines Lebens war er aber hin- und hergerissen zwischen dem Menschen, der der westlichen Kultur treu ergeben ist, und dem indisierten Westler, der die indische Kultur bewunderte und den Westen in sich selbst hasste. In seinem Werk schlugen sich diese Haltungen nieder.

Er rechtfertigt die Gewalt und Macht der Sieger.

Er hat aber auch Sympathien für die Unterlegenen, die Opfer, die mit Männlichkeit Widerstand leisten und dabei heldenhaft kämpfen. Die Opfer, die verweichlicht, heimtückisch und nicht offen kämpfen, verachtet er. Nandy sagt, dass Kipling sich selbst mit den heldenhaften Opfern identifizierte.

Die zweite Art von Opfer war die, die er selbst lebte und die er in sich selbst hasste. Ein Infragestellen der legitimen Macht der Sieger, das sah Kipling, würde all den sogenannten Errungenschaften der neuen sozialen, kulturellen und politischen Denkweisen und Strukturen die Berechtigung entziehen.

Der Kolonialismus als Fortschrittsideologie wäre ad absurdum geführt.

In ähnlicher Weise, wie koloniales Denken die Frau entwertete, trat auch eine Entwertung des Kindes ein. Das Kind wurde in Europa als kleiner Erwachsener angesehen. Im 17. Jahrhundert trat ähnlich wie bei der Frau eine Entwertung ein. Das wurde auch auf die Kolonien bezogen. Ihr Zustand wurde als Kindheitsstadium angesehen, das durch "Erziehungsmaßnahmen" zum Erwachsenwerden gebracht werden müsse.

In Großbritannien und anderen Ländern mit Kolonien wurde der Kolonialismus als notwendiges Entwicklungsstadium angesehen. Die Geistlichkeit sah es als religiöse Pflicht an, die kolonialen Völker am Segen des Christentums teilhaben zu lassen.

Viele Intellektuelle Europas sahen den Kolonialismus als ein notwendiges Übel an, ein Durchgangsstadium zum Erwachsenwerden und hin zu den Vorteilen einer liberalen Gesellschaft.

Marx sah den primitiven Kommunismus als infantilen Kommunismus als Vorstufe zum erwachsenen Kommunismus. Er sah die Inder als rohe Naturanbeter, die vor Affen und Kuh andächtig in die Knie sanken.

England würde daher unbewusst zu einem Werkzeug der Geschichte und des Fortschritts und die Inder trotz aller Verbrechen, die an ihnen begangen würden, von ihrem menschenunwürdigen Dasein befreien.

Schluss(folgerungen)

An vielen Stellen hebt Nandy die Rolle Gandhis im Zusammenhang mit der Kolonialisierung Indiens und des Westens hervor, sei es im Zusammenhang mit der Fortschrittsideologie, dem Determinismus, dem linearen Geschichtsverständnis, dem Industrialismus, einem Aktivismus und Mut ohne Aggressivität, seiner Sicht der Bedeutung der Ethik für all diese Fragen u.a.m. Gandhi gab die kreativsten Antworten auf die Perversion der westlichen Kultur.

Es war ein transkultureller Protest gegen die super-maskuline Weltsicht des Kolonialismus.

Ein wesentlicher Teil seiner Befreiungstheorie für Indien bestand darin, dass er ständig auf der Suche nach der anderen Kultur Großbritanniens und des Westens war, wie es z.B. in seiner Nähe zu Tolstoi, Thoreau u.a. aus dem Westen zum Ausdruck kam.

Seine Auffassung von der Gewaltfreiheit war geprägt von der Bergpredigt, und einer seiner besten Freunde war C. F. Andrews, ein englischer Priester.

Nandy sieht Säkularismus und religiösen Fundamentalismus als Erscheinungen der Moderne, die für Indien immer neue Probleme brachten. Der hybride, vielfältige und volkstümliche religiös-tolerante Hinduismus dagegen bietet eine konstruktive Alternative gegen die Gewaltausbrüche der Fundamentalisten.

Das vielfältige, unstrukturierte Nebeneinander, ohne scharfe interreligiöse Trennungslinien und kirchenähnliche Strukturen, hat von jeher Achtung vor dem Anderen und ein friedliches Miteinander gewährleistet.

Hiermit habe ich einen Überblick gegeben über das, was ein wesentlicher Teil von Nandis Ausführungen zum Kolonialismus darstellt.

Wer das Buch zur Hand nimmt, wird viele weitere überraschende und interessante Blicke auf die Vorgänge in Indien und im Westen finden.

Mensch wird oft mit Gewinn unsere gegenwärtige soziale und kulturelle Situation besser einschätzen können und Antworten auf unsere heutigen Probleme finden.

Es gilt, wie Nandy Ausschau zu halten nach Alternativen zur harten männlichen Kultur mit all ihren polarisierenden Begleiterscheinungen.

Nandy meint, dass die Befreiung vom Kolonialismus von den Unterdrückten in den kolonialisierten Völkern ausgehen muss.

Sie werde aber nur zum Erfolg führen, wenn die Menschen in den Ländern des Westens, dem Ausgangspunkt des Kolonialismus, auch davon erfasst werden.

Wolfgang Zucht
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