BeitragUnfug

Unfug bleibt!

Der Kampf um linke Frei- und Wohnräume in Lüneburg

 451 september 2020 Eichhörnchen

Das Wohnprojekt „Unabhängig, Frei und Gemeinsam Wohnen“ (kurz Unfug) wurde 2017 von einer Gruppe politisch aktiver, vornehmlich linker Menschen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren gegründet. Ziel war es, einen Ort in Lüneburg zu schaffen, der gleichermaßen Wohnprojekt und politischer Freiraum sein sollte. Ein Ort an dem Utopien erprobt, Herrschaftsfreiheit gelebt und emanzipatorische Politik gestaltet wird. Ein Ort an dem Menschen unterschiedlicher Geschlechter, Altersgruppen, solche, die von der Gesellschaft behindert werden, sowie Menschen ohne Behinderung in einem Haus und mehreren Bauwagen gemeinschaftlich leben. Die Stadt Lüneburg will aber das Projekt los werden. Die Gruppe und Unterstützer:innen antworten mit zahlreichen wohnpolitischen Aktionen; ein Bündnis Recht auf Stadt wurde ins Leben gerufen. Weiterlesen

BeitragObskuren

Glaubwürdigkeit wird überbewertet

Neu im Kino: Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden

| Lukas Münich

Koprophagie ist ein Phänomen, das bei Hunden zu beobachten ist, denen es an einer ausgewogenen Ernährung mangelt. Tritt Koprophagie bei Menschen auf, kann das ein Anzeichen von Schizophrenie sein.  Ein ganz und gar schizophrenes Filmvergnügen stellt Aritz Morenos erster abendfüllender Film “Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden” dar. (Der Originaltitel “Ventajas de viajar en tren” lässt sich mit “Von den Vorteilen, mit dem Zug zu reisen” übersetzen.) Weiterlesen

BeitragLeninstatue

Paul statt Wladimir

Kommentar von Mathias Schmidt

| Mathias Schmidt

Der Kulturbetrieb hat dieses Jahr das zweifelhafte Vergnügen, sich mit dem 150. Geburtstag des „Arbeiterführers“ Lenins auseinander setzen zu müssen. Die Pächter des „echten Sozialismus“ der MLPD nutzten vergangenes Wochenende (20.06.2020) diesen Anlass, um in Gelsenkirchen eine Lenin-Statue aufzustellen. Eine solche Figur ist für Westdeutschland zwar ein bemerkenswertes, doch kein erfreuliches Novum. Weiterlesen