Machtkämpfe

Eine antimilitaristische Sicht auf den Krieg in der Ukraine

 395 januar 2015 Vadim Damier

Im November 2014 hat der Moskauer Sozialwissenschaftler Dr. Vadim Damier in Veranstaltungen in acht deutschen Städten vor zahlreichen ZuhörerInnen seine alternative Sicht auf den Krieg in der Ukraine dargelegt. Träger der Veranstaltungsreihe waren Connection e.V. und das Bildungswerk der DFG-VK Hessen. Mitveranstalter in Münster war u.a. die Graswurzelrevolution. Der GWR-Autor und Anarchosyndikalist hat uns sein Redemanuskript zum Abdruck angeboten. Wir dokumentieren den redaktionell überarbeiteten Text in zwei Teilen. Teil 2 erscheint im Februar 2015 in der GWR 396. (GWR-Red.) Weiterlesen

USA: Irakkriegsverweigerin vor Militärgericht

| Rudi Friedrich

Wie uns die US-Organisationen Courage to Resist und Nuclear Resister mitteilten, wird die Irakkriegsverweigerin Sara Beining am 9. Dezember 2014 wegen zweimaliger Unerlaubter Abwesenheit vor einem Militärgericht stehen. Derzeit ist Sara Beining in einem zivilen Bezirksgefängnis inhaftiert. Sara Beining droht eine lange Haftstrafe. Weiterlesen

Waffen für Rojava?

Widersprüche des linken "Antimilitarismus"

 394 dezember 2014 Wallflower

In den kurdischen Siedlungsgebieten der Türkei, des Iraks, Irans und Syriens leben heute etwa 30 Millionen Kurdinnen und Kurden. Der Anteil Syriens an diesen Gebieten wird von den Kurdinnen und Kurden als Rojava (Westkurdistan) bezeichnet. Die Kantone Efrîn, Kobanê und Cizîrê stehen in Syrien als de facto autonome Gebiete unter kurdischer Kontrolle. Sie wurden von der kurdischen Partiya Yekitîya Demokrat (PYD), der christlichen, assyrisch-aramäischen Suryoye Einheitspartei und weiteren Kleinparteien während des syrischen Bürgerkrieges proklamiert. Linke und libertäre Gruppen mobilisieren seit Wochen mit Flugblättern, Aufrufen, Demos, Veranstaltungen und in Diskussionen linker Zeitschriften für Waffenhilfe an Kobanê/Rojava in Solidarität mit der Verteidigung der dortigen "demokratischen Selbstverwaltung" oder gar "sozialen Revolution". Grundsätzlich ist die Bekundung internationaler Solidarität begrüßenswert, zeigt sie doch, dass die Kriege und Abläufe in anderen Teilen der Welt einem Teil der "Linken" nicht gleichgültig sind. Soweit besteht Übereinstimmung. Nicht jedoch bei einer einzigen, leider die Praxis dominierenden Form der Solidarität, konkret: bei der Forderung nach Waffenhilfe. (GWR-Red.) Weiterlesen