„Es ist das Schlimmste auf der Welt, jemanden zu zeichnen, der Fahrrad fährt!“

Interview mit Comiczeichnerin Liv Strömquist

 464 dezember 2021 Tinet Elmgren (Interview)

In den letzten Jahren sind Comics der aus Schweden stammenden Zeichnerin Liv Strömquist auch in Deutschland erschienen. Ihre Themen sind gesellschaftspolitisch, dabei insbesondere feministisch. Durch satirische Überspitzung und humorvolle Texte und Zeichnungen setzt sich Strömquist mit (nicht nur patriarchalen) Machtstrukturen und Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft auseinander. Mit Liv Strömquist hat für die Graswurzelrevolution Tinet Elmgren gesprochen, die auch das Lettering der deutschen Ausgaben von deren Comics verantwortet. (GWR-Red.) Weiterlesen

Dystopien & Utopien

Und wozu wir sie brauchen

 461 september 2021 Kerstin Wilhelms

Was Utopien und Dystopien sind, ist nicht so leicht zu klären. Viele verschiedene Begriffsbestimmungen konkurrieren, verschiedene Konzepte werden diskutiert und sind nützlich, um unterschiedliche Aspekte des Utopischen zu beleuchten. Man muss sich unter ‚Utopie‘ und ‚Dystopie‘ also eher einen Diskurs, eine dauerhafte Diskussion um das, was die beiden Konzepte ausmacht, vorstellen denn feststehende Begriffe. Dass sie aber immer wieder diskutiert werden, zeigt auch, dass die beiden Konzepte wichtig sind. Es geht hier also darum, in Kürze den historischen Diskurs des Utopischen und Dystopischen nachzuzeichnen und zu zeigen, was ihn so relevant macht und relevant hält. Weiterlesen

Sie drängen auf die Entscheidung…

Berliner Mieter*innen Amateure gegen den Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU)

 460 sommer 2021 Florian Fuchs

Tönnies kommentiert heute das Classico aus der Hauptstadt. Nicht der Clemens, der schlechter ist, sondern Ferdinand. Der Kartoffelacker hat zwar auch schon bessere Tage gesehen, wirkt aber wirklich angemessen für einen Abstiegsangstkrimi aus der Berliner Landesliga. Wir schalten nun Live nach Berlin, wo sich das Spiel bereits in den Schlussminuten befindet. Unser Reporter Ferdinand Tönnies resümiert das Spielgeschehen und kommentiert für uns die letzten Minuten. Und nun fragen wir uns: „Wird es einen Interessensausgleich geben?“ Weiterlesen

Albert Camus’ „Die Pest“ in Corona-Zeiten

Eine literarische Erinnerung an die Judenrettung in der Résistance und deren kreative Interpretation durch Luis und Lucía Puenzo

 449 Mai 2020 Lou Marin

„Ob Ost, ob West – Nieder mit der Nazi-Pest!“ Jede Aktivist*in kennt diesen Spruch aus zahlreichen Antifa-Demos. Den Nationalsozialismus mit einer Pest-Epidemie verglichen hat auch der französische libertäre Schriftsteller und Anarchosyndikalist Albert Camus (1) in seinem Roman „Die Pest“ (1947) – der in heutigen Corona-Zeiten ganz besonders zu uns spricht. Was viele nicht wissen: Er beschrieb damit die massenhafte Rettung jüdischer Menschen in der Zeit der französischen Résistance von 1941 bis 1944 – eine der größten Aktionen des zivilen Widerstands im Zweiten Weltkrieg. (GWR-Red.) Weiterlesen